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BILANZ-Briefing 
Wo die wahre Gefahr für die CS-Spitze liegt

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Chefredaktor Dirk Schütz: Bohlis Ideen sickern ein. Keystone

Mit seinen 0,2 Prozent hat der aktivistische Investor Bohli nur wenig Macht bei der Credit Suisse. Die Grossbank hat dennoch ein Problem: Die Quartalszahlen dürften seine Argumentation bestärken.

Von Dirk Schütz
2017-10-31

Die Credit Suisse präsentiert am Donnerstag erstmals seit der Attacke des aktivistischen Investors Rudolf Bohli ihre Quartalszahlen. Ihr Problem: Das Zahlenwerk dürfte Bohlis Argumentation bestärken.  

Denn hier liegt die wahre Gefahr für die CS-Spitze: Mit seinen 0,2 Prozent ist Bohli viel zu klein, um den Chefs Befehle zu erteilen. Doch seine Analyse, dass das Investmentbanking und dort vor allem das Handelsgeschäft noch immer viel zu gross sind, wird sich im dritten Quartal bestätigen. Banken mit starkem Handelsgeschäft weisen wegen der schwachen Börsenvolatilität dürftige Erträge aus, das hat letzte Woche auch die Deutsche Bank gezeigt.

Underperformer im SMI

Die CS-Aktie ist auch in diesem Jahr ein Underperformer im SMI, seit Tidjane Thiams Antritt ist der Kurs um 80 Prozent eingebrochen. Und dass im nächsten Jahr nach dem angekündigten Umbauende der grosse Kurssprung kommt – dafür fehlt mir die Fantasie. Bohli hat keine Macht, aber seine Ideen sickern in die Investorengemeinde ein. Das ist das wahre Risiko für die CS-Spitze.

Dieser Text ist ein Auszug aus dem BILANZ-Briefing von Chefredaktor Dirk Schütz – dem wöchentlichen Blick auf die Köpfe der Wirtschaft aus unserer exklusiven Insider-Perspektive. Abonnieren Sie hier Ihr wöchentliches Briefing.

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