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Wim Ouboter: Armee fährt auf Microscooter ab

Schwer wiegt der neue Armee-F- Sack. Outboter hilft. (Foto: Peter Gerber)

Der Zürcher Erfinder Wim Ouboter produziert Transportwägelchen für unsere Soldaten.

Veröffentlicht 30.06.2004

Sein Erfolg dient den Studenten der Universität St. Gallen als Lehrstück, aufbereitet in einer Fallstudie. Auch in der Managementliteratur ist er ein beliebtes Thema, zum Beispiel in einem kürzlich publizierten Buch aus dem Verlag der Harvard Business School. Der 44-jährige Schweizer Erfinder Wim Ouboter hat mit seinem Microscooter weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Doch darüber hinaus konnte er sich bislang wenig profilieren.

Jetzt meldet sich Ouboter zurück – als Lieferant der Schweizer Armee. Mit seiner in Küsnacht ansässigen Firma Micro Mobility Systems (MMS) hat er im Auftrag des Militärs ein handliches Transportwägelchen entwickelt. Ab nächstem Jahr können die Rekruten damit ihr neues, 45 Kilo schweres Gepäckset bequemer in den Dienst und wieder nach Hause rollen.

In einer ersten Serie liefert Ouboter der Armee 21 000 Stück dieses Wägelchens.

Auch im Kerngeschäft mit dem Microscooter geht es bei Outboter nach einer schweren Krise wieder aufwärts. Zu den besten Zeiten, Ende 2000, hatte Ouboter pro Tag bis zu 80 000 Stück dieser neuartigen Trottinette verkauft. Es folgte ein ruinöser Konkurrenzkampf mit unzähligen Nachahmerprodukten, deren Produktion Outboter nicht verhindern konnte. Inzwischen ist neben MMS nur ein einziger Hersteller übrig geblieben. «An die früheren Rekorde kommen wir nicht mehr heran», sagt Ouboter, «doch die Zahlen haben sich heute auf einem soliden Niveau eingependelt.»

Daneben hat der umtriebige Zürcher ein neues Gerät für den Wintersport namens Microboard entwickelt.

Dieses sieht aus wie ein Mono-Ski und ist leicht zu beherrschen. Die ersten Tests sind laut Wim Ouboter sehr erfolgreich verlaufen. Im kommenden Winter wird er das Microboard in grossem Stil lancieren. Dafür hat er bereits die Verleihstationen zahlreicher Skigebiete in Österreich gewonnen, während die Schweizer Händler derzeit noch zurückhaltend reagieren. AS

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