Die Familien Oeri und Hoffmann, Erben des Firmengründers, kontrollieren mit 50,01 Prozent die Stimmenmehrheit beim Pharmariesen Roche. Nun steht Clanchef André Hoffmann, der als Familiensprecher und Vizepräsident von Roche fungiert, vor seiner grössten Herausforderung: der Einbindung der nächsten Generation.

Derzeit wird die Besitzerfamilie durch Andreas Oeri (69) und André Hoffmann (60) selber im Verwaltungsrat von Roche vertreten. Nun werden die Weichen für die nächste Generation gestellt. So soll Andreas Oeri an der Generalversammlung von 2020 durch seinen Neffen Jörg Duschmalé, ältester Sohn von Sabine Duschmalé-Oeri, ersetzt werden.

Duschmalé-Söhne bereits zur Stütze geworden

Die beiden Duschmalé-Söhne Jörg und Lukas (33) sind schon zu Stützen der Oeri-Seite avanciert, sind sie doch bereits 2009, als ihre Tante Beatrice Oeri austrat und der Oeri-Zweig deren Aktien einbinden musste, in den Familienpool eingezogen. Der achtköpfige Pool unter André Hoffmann kontrolliert 45,01 Prozent der Stimmen, den Rest kontrolliert die aus dem Pool ausgetretene Maja Oeri, die aber mit der Familie stimmt.

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Auch der Hoffmann-Zweig ist gefordert: «Ich würde es gerne sehen, wenn meine Familie bald in nächster Generation eine Rolle im Pool und im Verwaltungsrat spielen würde», sagt Hoffmann. Es gebe Überlegungen für die Einbindung der nächsten Generation, doch ein Datum existiere noch nicht.

Zeitdruck bestehe nicht: Er sei ja fast zehn Jahre jünger als sein Cousin Andreas. Er sehe aber vor, seinen Aktienbesitz eine Stufe hinunter an die Kinder zu geben, um die Sache vorzuspuren. Auch seine Schwestern Vera Michalski und Maja Hoffmann würden sich ähnliche Überlegungen machen. Ziel sei es, dass ein Kind aus dem Oeri- und eines aus dem Hoffmann-Zweig in den VR von Roche einziehen. Mit Jörg Duschmalé sei dies nun für die eine Seite entschieden, «auf unserer Seite sind wir noch nicht ganz so weit».

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