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Widmer-Schlumpf: Rücktritt von Hildebrand wäre schwerwiegend

Widmer-Schlumpf: Man müsse herausfinden, wer die Drahtzieher in der Affäre Hildebrand seien. (Bild: Keystone)

Die Bundespräsidentin stärkt dem Nationalbank-Chef den Rücken: So lange keine «vorwerfbare rechtliche Verfehlung» vorliege, müsse Philipp Hildebrand zum Wohle der Schweiz im Amt bleiben. Weiter fordert sie eine schonungslose Aufklärung der Umstände, die zur Veröffentlichung der Bankdaten geführt haben.

Veröffentlicht 07.01.2012

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf stellt sich hinter Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand. Solange keine «vorwerfbare rechtliche Verfehlung» vorliege, sei es für die Schweiz ein Vorteil, wenn Hildbrand im Amt bleibe, sagte Widmer-Schlumpf am Freitag.

Die Konsequenzen eines Rücktritts Hildebrands wären in der jetzigen Situation gravierend, sagte Widmer-Schlumpf in der «Arena» des Schweizer Fernsehens SF. «Wir würden einen Präsidenten verlieren, der unbestritten einen hervorragenden Job gemacht hat, der ein gutes Netz hat und der der Schweiz auch sehr viel nützen kann.»

Hildebrand habe zwar einen «moralisch Fehler» begannen. Dieser sei aber entschuldbar, «wenn jemand einsieht, dass man das nicht machen darf und dass man das Reglement entsprechend ändern muss».

Anders sähe es aus, wenn er eine «rechtlich vorwerfbare und nicht «nur» eine moralische Verfehlung» begannen hätte, sagte Widmer-Schlumpf. «Dann wäre es völlig diskussionslos, dass wir alle Konsequenzen in Kauf nehmen müssten.»

Widmer-Schlumpf verlangte ausserdem eine «knallharte Untersuchung» der Umstände, die zur Veröffentlichung von Hildebrands Bankdaten geführt haben. Man müsse herausfinden, was genau passiert sei und wer die Drahtzieher seien. «Sonst werden wir immer wieder mit solchen Fällen konfrontiert», sagte Widmer-Schlumpf.

(rcv/sda)a

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