Bis anhin ging man davon aus, dass die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), gemessen an der Bilanzsumme die grösste Bank der Welt, ihre Schweizer Filiale in Zürich eröffnen will. «Wir werden sehen», sagt jetzt der Genfer Regierungsrat Pierre Maudet vielsagend zur «Bilanz». «Es ist noch nichts entschieden.» Und er liefert gleich auch das Hauptargument für seinen Kanton nach: «Genf ist der bedeutendste Trading-Standort der Schweiz.» 

Maudet hat soeben den Europa- und Handelssitz von COFCO, einem der weltweit grössten Agrarproduktehändler, nach Genf geholt. Jetzt will er, dass eine chinesische Bank folgt. Dafür ist er mit mehreren Finanzinstituten im Gespräch, nicht nur mit der ICBC. 

Die ICBC hat ihr Gesuch bei der Finanzmarktaufsicht (Finma) bereits eingereicht, das Bewilligungsverfahren dürfte im Idealfall rund sechs Monate dauern. Ein allfälliger Domizilwechsel während des Bewilligungsprozesses müsste bei der Finma gemeldet werden, stellt aber grundsätzlich kein Problem dar.

Lesen Sie in der neuen «Bilanz»: China lanciert ein gigantisches Konjunkturpaket und festigt so seine Vormachtstellung. Die Schweiz will da nicht abseitsstehen. Ein Besuch mit Bundespräsidentin Doris Leuthard in Peking - ab Freitag am Kiosk oder mit Abo jeweils bequem im Briefkasten.

 

 

 

 

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