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Vögele-Käufer OVS begrenzt sein finanzielles Risiko

Charles Vögele: Experten sehen viele Parallelen zu OVS. Keystone

OVS will eine grosse Nummer im Schweizer Kleiderhandel werden. Doch für ihren geplanten Kauf von Charles Vögele nimmt die italienische Modegruppe vorerst nicht ganz so viel Geld in die Hand.

Von Dirk Ruschmann
02.11.2016

Die italienische Modegruppe OVS nimmt für ihren geplanten Kauf der Schweizer Kette Charles Vögele vorerst nur 14,1 Millionen Franken in die Hand. OVS-Chef Stefano Beraldo nennt dies «eine grosse Chance zur Internationalisierung der Marke OVS mit einem begrenzten Finanzinvestment». Für 14,1 Millionen hat sich OVS an der neu gegründeten Holding Sempione Retail beteiligt, die formal für Vögele bietet; an Sempione sind noch weitere Aktionäre beteiligt.

Viele Parallelen

OVS kommt zwar deutlich modischer daher als Charles Vögele bisher, aber Schweizer Branchenexperten sehen zugleich viele Parallelen. Jörg Weber etwa, Gründer und Chef der Schweizer Bekleidungskette Chicorée, sieht OVS «als Familienabdecker sehr nahe bei der ehemaligen Charles Vögele», allerdings habe OVS «schnellere Reaktionszeiten in den Trends und höhere Preisaggressivität».OVS liegt preislich also unter Vögele. Webers Chicorée werde OVS als direkten Wettbewerber zudem oft in benachbarten Verkaufsstellen bekämpfen müssen, «da Charles Vögele meist an vielen gleichen Standorten wie Chicorée mit einer ähnlich hohen Filialzahl in der Schweiz vertreten war».

 

Lesen Sie in der neuen «Bilanz»: Der Heimatmarkt wird OVS-Chef Stefano Beraldo zu klein: Italiens grösster Modehändler will per Vögele-Übernahme die Alpen überqueren. Was kommt auf die Schweiz zu? Ab Freitag am Kiosk oder mit Abo jeweils bequem im Briefkasten.

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