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Vermögensverwalter: Wo Reiche am meisten zahlen

Teure Vermögensverwaltung: Für Vermögende lohnt sich der Vergleich. Bloomberg

Wer ein Vermögen hat, lässt es gerne von einer Bank verwalten - und zahlt dafür. Doch: Zwischen den Finanzinstituten herrschen grosse Kostenunterschiede - teils bis zu 10'000 Franken.

Veröffentlicht 10.06.2015

Wer sein Vermögen von einer Bank verwalten lassen will, tut gut daran, die anfallenden Kosten zu vergleichen. Die Unterschiede zwischen den Finanzinstituten sind nämlich beträchtlich.

So zahlt ein Bankkunde für die Verwaltung eines Vermögens von 250'000 Franken und einem Aktienanteil von 40 bis 60 Prozent bei der Migrosbank jährlich 2'618 Franken. Das gleiche Vermögensverwaltungsmandat bei der UBS kommt dagegen auf 4'375 Franken zu stehen, wie eine am Mittwoch publizierte Zusammenstellung des Online-Vergleichsdienstes moneyland.ch zeigt.

Noch grösser sind die Unterschiede für risikoscheue Anleger, die nicht in Aktien investieren wollen. Bei der Migrosbank zahlen sie für die Verwaltung eines solchen Portfolios im Jahr 947,50 Franken. Bei der Berner Kantonalbank oder der Bank Coop ist das gleiche Angebot mit 3'250 Franken mehr als dreimal so teuer.

Mehr Aktien bedeuten mehr Gebühren

Die grössten absoluten Kostenunterschiede ergeben sich jedoch in der Verwaltung eines Vermögens von 1 Millionen Franken. Da kann die Differenz bis zu 10'000 Franken oder 74 Prozent pro Jahr betragen. Generell gilt gemäss dem Vergleich: Je höher der Aktienanteil desto höher sind die Gebühren. Die Unterschiede fallen jedoch in der Tendenz geringer aus.

Nach einem Bundesgerichtsurteil im Jahr 2012, das die Banken zur Rückerstattung der so genannten Retrozessionen verpflichtete, haben fast alle Schweizer Finanzinstitute ihre Vermögensverwaltungsangebote überarbeitet. Viele Banken haben Pauschalgebühren eingeführt, die in der Regel Beratungs-, Verwaltungs- und Transaktionskosten sowie Depotgebühren beinhalten.

Für den Vergleich hat moneyland.ch diese Pauschalgebühren für vergleichbare Angebote zusammengetragen. Mehrwert- und Stempelsteuer sowie Produkte-, Börsen- und Währungsumrechnungsgebühren, die unter Umständen ebenfalls noch anfallen können, wurden dagegen nicht mitgerechnet.

Berechnet hat der Online-Vergleichsdienst die anfallenden Gebühren für die drei Anlagesummen 250'000, 500'000 und 1'000'000 Franken für jeweils drei unterschiedliche Strategien sowohl in der Vermögensverwaltung als auch in der Anlageberatung.

(sda/ccr)

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