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Entwicklung 
Vekselbergs Renova verliert weiter an Wert

Viktor Vekselberg: Seit 2004 in der Schweiz investiert. Flickr/CC/Jürg Vollmer

Renova, die Beteiligungsgesellschaft von Milliardär Viktor Vekselberg, muss erneut einen Wertverlust ihrer Investments hinnehmen. Die Schweizer Beteiligungen waren daran jedoch kaum schuld.

Von Marc Kowalsky
15.11.2016

Seit 2004 ist der russische Milliardär Viktor Vekselberg (59) in der Schweiz investiert. Grund zur Freude gaben die Beteiligungen seither nur selten. Neueste Zahlen, die «Bilanz» exklusiv vorliegen, ­zeigen nun: Auch im letzten Jahr hat sich der Wert der Renova reduziert, um über 300 Millionen Dollar.

Die Schweizer Beteiligungen Sulzer, OC Oerlikon und Schmolz + Bickenbach waren daran jedoch kaum schuld. Vielmehr haben die privat gehaltenen Investments die Bilanz verhagelt. Dazu gehören etwa vier russische Regionalflughäfen, mehrere Minen und Metallschmelzen, die Solarfirma Hevel, der Immobilienentwickler Kortros oder der grösste private Strom- und Gasversorger Russlands, T Plus. Vekselberg hält 90 Prozent an ­Renova, je 5 Prozent liegen beim derzeit inhaftierten Evgeny Olkhovik und bei Vladimir Kremer.

«Mit der Entwicklung zufrieden»

«Im Ganzen sind wir mit der Entwicklung unseres Beteiligungsportfolios im laufenden Jahr zufrieden», sagt Alexey Moskov, CEO der Renova Management AG. «Die Portfoliounternehmen der Gruppe entwickeln sich vergleichbar und in einigen Fällen sogar ­besser als die Konkurrenten der entsprechenden Branchen.» Die schwierige makroökonomische Lage in Russland hat ihren Teil zur Entwicklung beigetragen. Ins­gesamt aber sei die Qualität der Vermögenswerte gestiegen, was sich «in absehbarer Zeit bemerkbar» machen werde.

Seit dem Stichtag 30. Juni hat zumindest der Wert der börsen­notierten Beteiligungen wieder zugenommen. Die drei Schweizer Beteiligungen entwickeln sich positiv. Doch besonders der weltgrösste Aluminiumverarbeiter Rusal (Umsatz: 8,6 Milliarden Franken), der an der Hongkonger Börse kotiert ist, hat seither massiv an Wert zugelegt. Grund dafür ist Vekselberg selber: Er will bis Ende Jahr seinen Anteil von heute 16 auf 33 Prozent erhöhen. Und bei der italienischen Telematikfirma Octo (Umsatz: 166 Millionen Euro) hat Mehrheitsaktionär Vekselberg für nächstes Jahr den Börsengang angedacht.

 

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