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Vekselberg ist mit Renova endlich wieder im Plus

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Viktor Vekselberg: Hat die Kurve gekriegt. Artyom Korotayev/Getty Images

Ende der
 Durststrecke: Nach jahrelanger Schwindsucht haben die Beteiligungen von Viktor Vekselberg im ersten Halbjahr 2017 ins Plus gedreht.

Von Marc Kowalsky
2017-10-24

Er kann auf ein erfreuliches erstes Halbjahr zurückblicken. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Wert von Viktor Vekselbergs Renova Holding um rund eine halbe Milliarde Dollar gestiegen. Das zeigen Renova-interne Zahlen, die BILANZ vorliegen.

Diesen zufolge ist der Wertzuwachs auf die börsenkotier­
ten Beteiligungen zurückzuführen. Sulzer 
(Renova hält 63 Prozent), OC Oerlikon (43 Prozent) und Schmolz + Bickenbach (42 Prozent) legten substanziell an Wert zu.

Konstante private Beteiligungen

Der Wert der privat gehaltenen Beteiligungen blieb hingegen weitgehend stabil, ebenso wie der Schuldenstand. Was auch daran liegt, dass der für dieses Jahr geplante Börsengang der italienischen Telematikfirma Octo (er hätte bis zu zwei Milliarden Dollar bringen sollen) verschoben wurde.

Zu den privaten Beteiligungen gehören der grösste private Strom- und Gasversorger Russlands, T Plus, mehrere Minen und Metallschmelzen, die Solarfirma Hevel, vier russische Regionalflughäfen und der Immobilienentwickler Kortros.

Renova gehört zu 90 Prozent Vekselberg und wird von dessen Vertrautem Alexey Moskov vom Zürcher Seefeld aus gesteuert.

Studienkollege aus dem Gefängnis entlassen

Auch auf der Personalseite gab es ­Entspannung: Vekselbergs ehemaliger Studienkollege Evgeny Olkhovik, der fünf Prozent an Renova hält und im VR der Holding sitzt, wurde im Sommer aus dem Gefängnis entlassen. Die restliche Zeit 
seiner Haftstrafe darf er in Hausarrest verbringen. Geht alles nach Plan, ist er Anfang Dezember wieder ein freier Mann.

Olkhovik war wegen Bestechung von Regierungsbeamten der nordwestrussischen Republik Komi verurteilt worden. Die restlichen fünf Prozent an Renova hält Vladimir Kremer, der seinen Wohnsitz in der Schweiz hat.

 

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