Wenn es darum geht, die eigene Haut vor der US-Justiz zu retten, kennen die Schweizer Banker kein Pardon. Wir nicht, die ­anderen auch nicht, lautet die Devise.

In der Finanzierung des Mitarbeiterfonds, der für Härtefälle errichtet werden soll, hat man nach ­anfänglichem Streit immerhin eine ­Lösung ­gefunden. Die­ (bescheidenen) 2,5 Millionen Franken, die für notleidende Banker geplant sind, werden nach jenem Schlüssel aufgeteilt, nach dem die Bankiervereinigung finanziert wird. Als Basis der Mitgliederbeiträge gilt der Jahresgewinn. Wer mehr verdient, zahlt mehr in den Topf.

Demnach bestreiten die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS die Hälfte des Betrags. Gemäss ­BILANZ-Recherchen ­bezahlt die UBS, die vom aktuellen Streit mit den US-Behörden gar nicht ­betroffen ist, 30 Prozent in den Fonds. Das entspricht 750 000 Franken. Die CS wird rund 20 Prozent berappen (500 000 Franken), die Raiffeisen Gruppe ungefähr 14 Prozent (350 000 Franken) und die Kantonalbanken gemeinsam 10  Prozent (250 000 Franken).

Mit anderen Worten: Die Schwergewichte der Branche übernehmen drei Viertel des Fonds. Die Frage bleibt, ob die 2,5 Millionen überhaupt für die Härtefälle reichen. 

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