Piero Novelli und Rob Karofsky, die seit rund einem Jahr die Investmentbank der UBS leiten, erwägen offenbar eine Reorganisation der Sparte. Der Umbau könnte hunderte von Stellen kosten. Das schreibt Bloomberg mit Verweis auf Personen, die entsprechendes Wissen haben.

Dabei handle es sich bislang um Überlegungen, Entscheide seien noch keine gefallen. Welche Änderungen konkret angegangen werden sollen, steht im Artikel von Bloomberg nicht. 

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5333 Mitarbeiter weltweit

Das Investmentbanking der UBS beschäftigt 5333 Mitarbeiter weltweit. Die Division wurde nach der Banken- und Finanzkrise unter CEO Sergio Ermotti deutlich geschrumpft. Angestrebt wurden in der Folge mehr Synergien mit dem Kerngeschäft Vermögensverwaltung.

Die Grossbank hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als von den Analysten im Vorfeld prognostiziert. Dazu trugen hauptsächlich das Investment Banking bei.

Allerdings liefert das Investment Banking naturgemäss volatile Resultate. Zu Jahresbeginn, als die Finanzmärkte unruhig waren, fiel das Resultat der Sparte weniger gut aus.

Bank oder Behörde?

Das erste ­Halbjahr war für die UBS ein Semester zum Vergessen. Noch hat sie viele Stärken. Doch wie der Kurs steigen soll, bleibt unklar. Mehr dazu hier.

Eigenkapitalrendite von 10 Prozent

Die Eigenkapitalrendite von 10 Prozent der UBS-Investmentbank ist auch nur halb so hoch wie diejenige anderer Divisionen der Bank. Diesbezüglich besteht offenbar Handlungsbedarf. Nicht nur bei der UBS. Weltweit kürzen Investmentbanken Tausende von Stellen wegen geringerer Handelsaktivitäten an den Märkten und wegen sich abflauender Wirtschaft. 

Der Aktienkurs der UBS ist in dieser Woche auf den tiefsten Stand seit Mitte 2012 gefallen – nahe dem Stand von 10 Franken. Das ist nicht mehr weit vom Niveau entfernt, als Ermotti das Amt des CEO übernahm.