Die Wintersportbranche kämpft gegen schwache Margen, Überkapazitäten, Innovationsmangel und Konsumzurückhaltung. Erfolgreich sind nur solche Unternehmen, die in diesem Verdrängungswettbewerb eine Nische finden oder zu internationalen Multimarkenkonzernen heranwachsen. In den vergangenen Jahren fand eine gründliche Konsolidierung statt. Mittelständische Skihersteller verschwanden von der Bildfläche oder wurden von grösseren Unternehmen geschluckt.

Zur finnischen Firma Amer Sports gehört nun neben Atomic auch das Label Salomon. Das macht Amer zum grössten Anbieter der Branche. Von Platz eins verdrängt wurde durch diese Akquisition der französische Ski-Gigant Rossignol. Das Familienunternehmen wurde im vergangenen Jahr vom US-Konzern Quiksilver übernommen. Mit den Skimarken Rossignol, Dynastar, Look und Lange ist Quiksilver nun sehr gut in der Wintersportbranche aufgestellt. Der dritte im Bunde ist der US-Konzern K2, der seit 2004 Eigentümer vom deutschen Skilabel Völkl ist. Im Sortiment sind ausserdem eine Reihe von Snowboard- und Skischuhmarken. Alle drei Gruppen zusammen beherrschen rund 70 Prozent des gesamten Skimarktes.

Die beiden österreichischen Skifirmen Head und Fischer rangieren ebenfalls unter den Top Ten des Weltmarktes. Weniger rosig sieht es beim slowenischen Skihersteller Elan aus, der sich mit einem Überbrückungskredit vom Staat über Wasser hält. Die neuen Eigentümer des angeschlagenen Konzerns Blizzard hoffen, im laufenden keine roten Zahlen mehr zu schreiben.

Der einzige grosse Schweizer Hersteller ist die Firma Stöckli. Mit 50 000 verkauften Paar Ski pro Jahr rangiert das Unternehmen weltweit auf Platz 13. Das Verkaufsargument «Made in Switzerland» kommt gut an. Stöckli war immer profitabel.

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