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Marke 
Swisscom Sieger im Duell mit Apple

Apple-Chef Tim Cook und Swisscom-Lenker Urs Schaeppi: 0:1 für den Schweizer.  Keystone/Montage

Swisscom konnte seinen Markenwert seit Anfang des Jahres deutlich um 18 Prozent steigern. Mit dieser Leistung schlägt der Konzern viele andere Unternehmen, selbst den Technologiegiganten Apple.

Von Stefan Eiselin
07.07.2014

Es ist eine stolze Summe: 800 Millionen Franken. Um so viel vermehrte die Swisscom seit Anfang des Jahres den Wert ihrer Marke. Das entspricht einem stolzen Plus von 18 Prozent. Inzwischen ist die Marke des Schweizer Telekommunikationskonzerns 5,3 Milliarden Franken wert. Das zeigen die Daten der neuen Markenindizes der «Handelszeitung» und von TheBrandTicker. «In den letzten Monaten sind kaum Negativ-Meldungen über die Swisscom laut geworden. Die Marke wird als überaus positiv wahrgenommen», kommentiert BrandTicker-Mitbegründer Nik Stucky.

Mit dieser Leistung schlägt die Swisscom viele andere Unternehmen, selbst den Technologiegiganten Apple. Der iPhone-Bauer steigerte den Markenwert seit Anfang Januar «nur» um 17 Prozent – auf 108,9 Milliarden Franken. «Die Wertsteigerung wurde durch die finanziellen Erfolge wie den iPhone-Verkaufsrekord und die Erwartungen an die Zukunft der Marke – etwa dank des Kaufs von Beats Electronics und der Ankündigung der iWatch – gestützt», so Stucky. Prozentual aber legte Apple weniger zu als die Swisscom.

Roche war gar noch besser

Interessant ist an Apple und Swisscom, dass beide Konzerne vor Kurzem ihren charismatischen Chef verloren. Doch sowohl der Hinscheid von Steve Jobs mit dem Wechsel zum zurückhaltenderen Tim Cook als auch der vom bekannten Carsten Schloter zum noch wenig profilierten Urs Schaeppi schadeten der Marke ihres Konzerns offenbar.

Es gibt indes auch Schweizer Firmen, die noch besser abschnitten als die Swisscom. So steigerte Roche den Markenwert um imposante 41 Prozent auf 16,7 Milliarden Franken, der von Sandoz kletterte um 31 Prozent auf 2,9 Milliarden, der von Geberit um 28 Prozent auf 3,4 Milliarden und Novartis um 25 Prozent auf 12 Milliarden Franken. Es gibt auf der anderen Seite aber auch Verlierer. Der Markenwert der Credit Suisse sackte um 23 Prozent auf 5,3 Milliarden ab, wie neuen Markenindizes der «Handelszeitung» und von TheBrandTicker zeigen.

Auswertung von Zeitungen und Social Media

Die Analysen basieren auf den Brand Indizes der «Handelszeitung» und von TheBrandTicker. Entwickelt wurde das Barometer bei The BrandTicker von einem interdisziplinären Team erfahrener Spezialisten aus den Bereichen Medienbeobachtung, Markenstrategie, Markenbewertung, Softwarentwicklung, Linguistik und Risk Management. Sie werten dafür täglich zwei Millionen Medienbeiträge aus. Grundlage sind rund 15’000 internationale Printpublikationen, sowie Online-News und Posts auf Social-Media-Plattformen wie Twitter und Facebook. Die Resultate der Auswertung verbindet TheBrandTicker mit den jeweils zugehörigen Finanzmarktdaten und berechnet so den Wert, den Marken aufgrund der veröffentlichten Meinung haben.

Für den Swiss Brand Index werden Daten der 30 wichtigsten Schweizer Marken ausgewertet. «Ziel ist, den Marken eine Referenz zu geben, anhand derer sie ihren Erfolg messen können», sagt Stucky.

Die Markenindizes-Familie der «Handelszeitung» und von TheBrandTicker besteht aus:

Swiss Brand Index
- die 30 wichtigsten Marken der Schweiz
European Brand Index- die 30 wichtigsten Marken Europas
Global Brand Index- die 30 wichtigsten Marken der Welt

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