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Entscheid 
Swatch gegen Tiffany: Erfolg für die Schweizer

Swatch gegen Tiffany: Erfolg für die Schweizer
Nick Hayek: Eigentlich wollte Swatch mit Tiffany Uhren produzieren.  Keystone

Seit Jahren streitet sich die Swatch-Gruppe mit dem Juwelier Tiffany. Was einst mit einer Kooperation begann, beschäftigte nun ein holländisches Gericht.

Die Swatch-Gruppe kann in dem seit Jahren schwelenden Streit mit dem US-Schmuckhersteller Tiffany in einem Berufungsverfahren in den Niederlanden einen Erfolg verbuchen.

Das Berufungsgericht in Amsterdam habe die Beschwerde von Swatch gutgeheissen und ein Urteil des erstinstanzlichen Gerichts (District Court of Amsterdam) vom März 2015 aufgehoben, teilte Swatch am Dienstag mit.

Anfängliche Zusammenarbeit

Damit bleibe der Schiedsspruch des niederländischen Instituts für Schiedsgerichtsbarkeit vom 21. Dezember 2013 zugunsten von Swatch bestehen, heisst es weiter. Damals war Tiffany in dem von Swatch eingeleiteten Schiedsverfahren zu Schadenersatz von 402 Millionen Franken verurteilt worden.

Der Streit geht auf einen Zusammenarbeitsvertrag von 2007 zurück: Die beiden Unternehmen riefen gemeinsam die Uhrenmarke «Tiffany & Co» ins Leben – von Swatch hergestellte Uhren im mittleren Preissegment, die sowohl in Swatch- und Tiffany-Geschäften als auch über Dritthändler vertrieben werden sollten.

Swatch fordert Entschädigung

Im September 2011 hatte Swatch die Zusammenarbeit mit der Begründung einer Vertragsverletzung beendet und im Dezember 2011 Klage auf Schadenersatz gegen Tiffany & Co. erhoben.

Die Swatch Group sei «überzeugt, dass der Schiedsspruch vom 21. Dezember 2013 korrekt erging und keine formalen Fehler enthielt», heisst es in der Swatch-Mitteilung. Dies sei nun durch das Urteil des Berufungsgerichts in Amsterdam bestätigt worden.

(sda/jfr)

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