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Spital-Gruppe Genolier expandiert weiter

Raymond Loretan: Der GSMN-Präsident vor einer Anlage der Gruppe.  Keystone

Genolier setzt ihren Expansionskurs fort: Nach La Providence in der Stadt Neuenburg übernimmt die Privatspitäler-Gruppe nun eine zweite Privatklinik im Kanton.

Veröffentlicht 31.03.2015

Die Privatspitäler-Gruppe Genolier übernimmt nach La Providence in der Stadt Neuenburg eine zweite Privatklinik im Kanton. Auch die Klinik Montbrillant in La Chaux-de-Fonds wird Teil des «Genolier Swiss Medical Network» (GSMN). Alle Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt.

Über die GSMN Neuchâtel SA sei eine Vereinbarung zur hundertprozentigen Integration der Klinik Monbrillant getroffen worden, teilte die Muttergesellschaft AEVIS Holding SA mit. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Operationssäle der neusten Generation

Die Klinik Monbrillant ist auf die Fachbereiche Orthopädie, Ophthalmologie, Gynäkologie und Allgemeinchirurgie spezialisiert und umfasst zwei Gebäude. Eines davon wurde erst 2012 gebaut und verfügt über drei Operationssäle der neusten Generation.

Die 1909 gegründete Klinik zählt 25 Betten, 60 Angestellte sowie 35 Ärzte und führt jährlich rund 3'250 Eingriffe durch. Drei Viertel der Eingriffe sind ambulant.

GSNM hoffe, dass Montbrillant auf die kantonale Spitalliste aufgenommen werde um somit allen Patienten der Region hochqualitative medizinische Dienstleistungen und einfache Erreichbarkeit anbieten zu können, insbesondere da die regionale Versorgung zurzeit gefährdet scheine, hiess es in der Medienmitteilung.

Man könne mit der neue Gruppe besser auf die Bedürfnisse der Bevölkerung antworten, sagte Freddy Rumo vom Verwaltungsrat der Klinik Montbrillant am Montag vor den Medien in La Chaux-de-Fonds.

Sanierung Kantonsspital offen

Die Privatspitäler-Gruppe spielt damit auf einen Entscheid der Neuenburger Regierung an, welcher die Investitionen für das öffentliche Spital in La Chaux-de-Fonds im Januar wegen Finanzproblemen suspendiert hatte.

Die Bevölkerung im Neuenburger Jura wirft der Regierung seither vor, den Volkswillen zu missachten. Dem Spital La Chaux-de-Fonds war in der 2013 an der Urne angenommenen Spitalplanung die stationäre Chirurgie zugesichert.

Der obere Kantonsteil fordert deshalb, dass das Kantonsspital La Chaux-de-Fonds saniert wird und die Notfallabteilung sowie die stationäre Chirurgie im 24-Stunden-Betrieb erhalten bleibt.

La Providence übernommen

Genolier hatte 2013 bereits die Privatklinik La Providence in der Stadt Neuenburg übernommen. Darauf traten 22 der rund 330 Angestellte in einen Streik und forderten, dass der Gesamtarbeitsvertrag beibehalten wird.

Nach einem wochenlangen Arbeitskampf und ergebnislosen Vermittlungsversuchen der Neuenburger Kantonsregierung wurden die 22 Angestellte entlassen, was zu Protesten der Gewerkschaften führte.

(awp/ccr)

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