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Gehaltsübersicht 
So viel verdienen Finance- und Assistenz-Profis 2017

Angestellter: Ihre Gehälter bleiben stabil. Keystone

Personalvermittler Robert Half hat die Lohnerwartungen von Angestellten in Finanz- und kaufmännischen Bereichen ermittelt. Die Schweizer Gehaltsübersicht zeigt: Für 2017 kann aufgeatmet werden.

Von Maren Meyer
14.10.2016

Gute Aussichten für das Jahr 2017: Angestellte im Finanz- und Rechnungswesen sowie im Assistenz und kaufmännischen Bereich können dem kommenden Jahr beruhigt entgegensehen, denn ihre Gehälter bleiben stabil, manch einer kann sich sogar auf einen leichten Anstieg freuen. «Die Schweizer Wirtschaft wächst wieder und die Löhne wachsen mit», sagt Yeng Chow, Senior Manager beim Personalvermittler Robert Half in Zürich.

Die Gehaltsübersicht 2017 (vollständige Liste siehe unten), entstanden durch statistische Erhebungen von Marktdaten, vergleicht die Gehaltsspannen von diesem Jahr mit den zu erwartenden im Jahr 2017. Dabei kann von einer positiven Entwicklung zwischen 0,1 bis über 3 Prozent ausgegangen werden.

Je höher die Position, desto eher steigt der Lohn

Besonders die Gehälter für Assistenz- und kaufmännische Berufe sind vom Positiv-Trend betroffen: Je höher die Position und Berufserfahrung, desto eher steigt der Lohn. Verdient ein HR-Assistant mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung 2016 zwischen 71'000 bis 81'750 Franken kann 2017 eine Lohnspanne zwischen 73'000 bis 84'250 erwartet werden.

Weniger Veränderung, dafür Stabilität herrscht im Finanz- und Rechnungswesen. Zwei Drittel der befragten CFOs gehen von gleichbleibenden Löhnen und Boni aus. Für einen Credit & Risk Manager, der mit einer Berufserfahrung von über fünf Jahren im Jahr 2016 zwischen 131'700 und 151'750 Franken verdiente, steigt der Lohn 2017 höchsten um rund 0,3 Prozent.

«Wichtig zu erwähnen ist, dass unsere Daten als Richtlinie dienen und einen Überblick verschaffen sollen. Es kann also durchaus sein, dass eine Person in dieser Position – je nach Unternehmen oder Branche –  weniger oder auch mehr verdient», sagt Chow. Der Positiv-Trend sei aber nicht von der Hand zu weisen. «Wir sehen, dass sich die Wirtschaftslage langsam entspannt.»

Steigende Mitarbeiterfluktuation

Die Unternehmen hingegen sehen sich immer öfter mit einer steigenden Mitarbeiterfluktuation konfrontiert: 60 Prozent der befragten HR-Manager geben an, dass die Zahl der Mitarbeiter, die zu einem anderen Arbeitgeber wechseln, etwas oder sogar erheblich gestiegen ist. «Wir sehen eine Entwicklung hin zu der angelsächsischen Arbeitskultur: Man wechselt den Arbeitgeber öfter als früher», sagt Senior Manager Chow.

Die Zeiten, in denen man bei einem Unternehmen anfängt und auch in Rente geht, sind vorbei. Laut Chow gelte derjenige, der drei oder mehr Jahre im Unternehmen sei, heute schon fast als langjähriger Mitarbeiter. Häufige Wechsel würden nicht mehr als sprunghaft angesehen.

Reagieren müssen die Unternehmen: «Sie müssen mehr Flexibilität aufweisen als früher, um Mitarbeiter zu halten», sagt Chow. Denn bei der Entscheidung den Arbeitgeber zu wechseln, spiele das Gehalt meist eine untergeordnete Rolle. Anreize, wie flexible und mobile Arbeitsplätze sowie eine frühzeitige Nachfolgeplanung sind laut der Studie hingegen wichtige Zukunftstrends, auf die sich die Unternehmen im Kampf um qualifizierte Mitarbeitende einstellen müssen.

Die Gehaltsübersicht im Assistenz und käufmännischen Bereich finden Sie hier. Die Übersichten für den Bereich Finanz- und Rechnungswesen (Buchhaltung, Credit Manament, Controlling) stehen Ihnen hier bzw. hier (Steuern, Treasury und Wirtschaftsprüfung, Management) zur Verfügung.

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