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Shoppingcenter in der Krise - so reagieren sie jetzt

Uschter 77: Kleine Shoppingcenter kämpfen mit schrumpfenden Kundenzahlen. Valeriano Di Domenico

Schweizer Shoppingcenter stecken in der Krise: Stärker als der allgemeine Detailhandel leiden die Konsumtempel unter Shoppingtourismus und Online-Handel. Was der Wandel für die Malls bedeutet.

Von Philipp Albrecht
30.06.2016

Der Umsatzrückgang in den 195 Schweizer Shoppingcenter ist mit drei Prozent noch höher als allgemein im Detailhandel. Die Einkaufstempel leiden stärker unter Shoppingtourismus und Online-Handel. «Die Entwicklung weist auf einen grösseren Wandel hin», sagt Marcel Stoffel, Geschäftsführer des Swiss Council of Shopping Centers.

Wandel heisst: Der Mietermix in den grossen Centern verändert sich. «Wenn das Euro-Umfeld so bleibt, ist es unsere Aufgabe, tendenziell den Retail-Bereich zu reduzieren», sagt Philipp Schoch, Center-Chef bei Wincasa. Kleider- und Schuhläden machen Gastrobetrieben, Arztpraxen und Fitnessstudios Platz.

Wandel bedeutet neuerdings aber auch, dass die Mietverträge zunehmend angepasst werden. Die Center-Betreiber verlangen vermehrt Umsatz- statt Fixmieten. Die Einnahmen sinken dadurch zwar leicht, aber die Mieter entscheiden sich trotz schrumpfender Einnahmen eher für einen Verbleib im Shoppingcenter.

Schweizer Shoppingcenter erleben die grösste Krise ihrer Geschichte. Trotzdem entsteht in Ebikon LU ein neuer Konsumtempel der Superlative - mehr dazu lesen Sie in der neuen «Bilanz», ab Freitag am Kiosk oder mit Abo jeweils bequem im Briefkasten.

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