Roger Federer musste absagen. Dennoch stellt die  Schweiz die grösste Olympia-Delegation seit 20 Jahren, seit den Sommerspielen in Atlanta: Nicht weniger als 106 Athleten reisen nach Rio für die Spiele, die vom 5. bis zum 21. August stattfinden.

Unter ihnen sind etwa die Kunstturnerin Giulia Steingruber, der Mountainbiker Nino Schurter, die Sprinterin Mujinga Kambundji oder der Hürdenläufer Kariem Hussein. Begleitet werden die Sportler von rund 85 Betreuern und Verbandsfunktionären.

Vorbereitung mitfinanziert

Das Budget für den Ausflug betrage 2,8 Millionen Franken, sagt Swiss-Olympic-Kommunikationschef Christof Kaufmann. Davon entfallen 600'000 Franken für Reise und Transport. Für die Unterkunft und Verpflegung rechnet Swiss Olympic mit Ausgaben von 400'000 Franken. Ebenfalls 400'000 Franken sind für Ausrüstung und Bekleidung budgetiert, wobei diese durch Ochsner Sport refinanziert werden.

Die Vorbereitung der Athleten in den vier Jahren zwischen den Olympischen Spielen liege in der Verantwortung der jeweiligen Sportverbände, erklärt Kaufmann. Diese werden wiederum vom Sportdachverband Swiss Olympic über sein Jahresbudget von rund 45 Millionen mitfinanziert.

Schweiz-Werbung deutlich teurer

Dennoch wirkt das Olympia-Budget für Rio relativ bescheiden – insbesondere im Vergleich zu den Ausgaben des «House of Switzerland» von Präsenz Schweiz. Die Marketingorganisation des Aussendepartements, die von Nicolas Bideau geführt wird, hat einen Ausgabenplafond von 6,35 Millionen Franken, wobei auch hier ein Teil der Gelder von privaten Sponsoren finanziert wird.

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