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Landwirtschaft 
Schweizer Konglomerat will in Bolivien durchstarten

Alejandro Garcia Alvarez: Präsentiert junge Quinoa-Pflanzen.  IXE Group

Die Agrarhändlerfamilie Garcia Alvarez investiert 650 Millionen Dollar in Südamerika. Sie will in Bolivien im grossen Stil Getreide anbauen und handeln. Gesteuert wird das Projekt aus Zürich.

Von Lukas Rohner
29.12.2014

Die Garcia Alvarez' legen los. Die mexikanische Agrarhändlerfamilie mit Wohnsitz in der Schweiz nimmt die geplanten Tätigkeiten in Bolivien und Peru auf. Die IXE Agro soll über eine Tochtergesellschaft den Anbau von Getreidesorten wie beispielsweise Quinoa, Moringa und Buchweizen vorantreiben. Das internationaltätige Konglomerat besitzt nach eigenen Angaben bereits heute über eine Anbaufläche von mehr als 2 Millionen Hektaren. Mit dem neuen Projekt soll das aus Zürich operierende Konglomerat, die bestehenden Ländereien deutlich steigern, wie es selber in einer Medienmitteilung schreibt.

In zehn Jahren soll vollständig umgesetzt sein und auf 1,5 Millionen Hektar angewachsen sein, was knapp ein Drittel der Schweizer Landesfläche darstellt. In Verbindung mit dem Projekt sollen insgesamt 800'000 direkte und indirekte Arbeitsplätze entsprechen und eine Jahresproduktion von 4 Millionen Tonnen erreicht werden. Die Getreidesorten Quinoa wird schon seit 6'000 Jahren in Südamerika angebaut und enthält viel Eiweiss, Magnesium und Eisen. Bisher konnte die Produktion nicht mit der steigenden Nachfrage Schritt halten und die Preise haben sich in wenigen Jahren verdreifacht. Mit einer eigenen Produktionsanlage vor Ort soll ein Teil der Ernte weiterveredelt werden.

«Es ist an der Zeit, die Nutzung zu optimieren»

«Schon unsere Vorfahren haben über Generationen dieses Land bearbeitet, und jetzt ist es an der Zeit, die Nutzung zu optimieren und die Nahrungsmittel-Nachhaltigkeit für unser Volk und für die Welt zu erzielen», fügt IXE-Chef Alejandro Garcia Alvarez hinzu. Das Unternehmen beginnt nun mit den Ausführungsarbeiten wie beispielsweise Umweltstudien, topografische Bodenvorbereitung sowie dem Bewässerungssystem wird das Ackerland vorbereitet.

Insgesamt bewegt sich das Investitionsvolumen nach Angaben der IXE Group im Bereich von 650 Millionen Dollar. In künftigen Plänen soll mit einem Aquakultur-Projekt noch weitere Einnahmequellen erschlossen werden. Die Familie Garcia Alvarez verfügt über ein Vermögen von 200 bis 250 Millionen Franken. Neben der Landwirtschaft ist das Familienunternehmen IXE Group auch in den Bereichen der Vermögensverwaltung, Rohstoffhandel und Beteiligungen tätig. Alejandro Garcia Alvarez hat sich mit seinen Eltern, Schwester und seinem Schwager im Jahr 2013 in der Schweiz niedergelassen.

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