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Sartoriani/DeinDeal: Anwaltsfutter

Ricky Kripalani: Ärger mit DeinDeal-COO Adrian Locher.

Die Firma Sartoriani verkaufte über DeinDeal Massanzüge und ging in Konkurs. Der Gutscheindienst reichte Strafanzeige ein.

Veröffentlicht 20.08.2013

Adrian Locher ist nicht gut zu sprechen auf Ricky Kripalani (42), Geschäftsführer der Firma Sartoriani. Der Mitgründer und COO des Schnäppchenportals DeinDeal kündigte an, «mit allen juristischen Mitteln» gegen Kripalani vorzugehen (BILANZ 15–16/2013). Dieser Schritt ist nun erfolgt. BILANZ weiss: DeinDeal hat vor wenigen Tagen Straf­anzeige eingereicht. Locher will sich dazu nicht äus­sern. Gegenstand der Anzeige soll unter anderem betrügerischer Konkurs sein. DeinDeal hat Kunden, die vor dem Konkurs reklamierten, «aus Kulanz» entschädigt. Locher sieht sich daher selbst als Opfer. Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich. Diese will dazu keine Stellung nehmen. Nun überlegen sich auch andere Amtsstellen wie das Konkursamt eine Strafanzeige wegen Konkursdelikten.

Hintergrund des juristischen Hickhacks: Via Schnäppchenportal DeinDeal bot Kripalanis Firma Sartoriani preisgünstige Massanzüge feil. Rund 4000 Coupons verkaufte der Geschäftsführer zwischen März 2011 und Juni 2012. Ausgeliefert hat er aber nur 2500. Nach einem Jahr war Schluss, Sartoriani machte Konkurs. Das hinterliess bei DeinDeal ein ­finanzielles Loch. Die Ringier-Tochter rechnet mit einem Schaden von mindestens 150 000 Franken. Die Eingabefrist für Forderungen beim Konkursamt läuft noch bis zum 17. September. Peter Bachmann, einziger Verwaltungsrat der Firma, sowie Kripalani selbst waren für die ­BILANZ nicht erreichbar. Die Schweizer Mobile-Nummer des findigen Schneiders jedenfalls ist immer noch in Betrieb. Offenbar bezahlt er seine Handyrechnungen – im Gegensatz zu anderen Kosten. UK

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