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Salt-Chef: «Der Wechsel kommt Swisscom gelegen»

UPC nutzt künftig das Netz von Swisscom.Quelle: Keystone

Kabelnetzbetreiber UPC wechselt von Salt auf das Mobilkfunknetz der Swisscom. Wie Salt-Chef Andreas Schönenberger sich den Wechsel des Grosskunden erklärt.

Marc Kowalsky
Von Marc Kowalsky
29.01.2018
Mit 100'000 Klienten war UPC jahrelang Ihr Grosskunde im Mobilfunknetz. Jetzt wechselt UPC zur Swisscom. Wie erklären Sie sich das?
Dieser Wechsel kommt Swisscom im Zusammenhang mit der bevorstehenden Debatte zur Teilrevision des Fernmeldegesetzes gelegen. Und für UPC war wahrscheinlich der Preis ausschlaggebend.
 
Aus dem Mediencommuniqué geht hervor, dass UPC nicht zufrieden war mit der Qualität des Salt-Netzes.
Unser Netz ist objektiv betrachtet besser als je zuvor. Zudem haben wir mit UPC immer gut zusammengearbeitet – dies betrifft auch die Behebung von technischen Problemen auf UPC-Seite.
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Ihre bisherigen Investitionen scheinen nicht auszureichen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.
Falsch. Die Netzwerkqualität verbessert sich von Jahr zu Jahr, wir gewinnen kontinuierlich neue Kunden, und Salt ist einer derprofitabelsten Mobilfunkanbieter Europas.
Andreas Schönenberger ist seit 2016 Chef von Salt (ehemals Orange), dem kleinsten der drei Schweizer Mobilfunkanbieter. Zuvor leitete er Google Schweiz.
Quelle: ZVG
Wie bitte? Auch im BILANZ-Telekom-Rating und beim Netztest von «Connect» landet Salt mit grossem Abstand auf dem letzten Platz.
Unsere monatliche Bewertung bei 4GMark hat sich 2017 kontinuierlich verbessert. Zudem hat eine interne Befragung von mehr als 3000 Kunden ergeben, dass die Kundenzufriedenheit in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Mehr als 85 Prozent unserer Kunden empfehlen uns regelmässig weiter.
 
In den letzten Jahren hat sich Ihr Eigentümer Xavier Niel eine halbe Milliarde Franken von Salt ausgeschüttet. Fehlen Ihnen nun die Mittel?
Keinesfalls, die Dividende entstammt der luxemburgischen Holdinggesellschaft und hat keinen Einfluss auf unsere Investitionen. Und unsere Cashposition von 200 Millionen Franken sowie die laufenden Geschäftseinnahmen sind mehr als ausreichend.
 
Aber die Matterhorn Telecom Holding hält nichts anderes als Salt. Diese Mittel fehlen Ihnen jetzt.
Kein Kommentar.
 
In einem Interview sagen Sie, UPC verhalte sich vertragswidrig. Warum Ihrer Meinung nach?
Es geht um den Zeitpunkt der Kommunikation des Wechsels, über den wir nicht glücklich sind.
 
Wie wollen Sie den Ertragsausfall kompensieren?
Wir gewinnen sowohl in der Postpay- als auch in der Prepay-Kategorie Jahr für Jahr zusätzliche Kunden.

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