Der Kontaktlinsen-Verkäufer Eyezone plant die Schliessung aller Filialen und will künftig nur noch einen Online-Shop betreiben. Dies erklärte Mehrheitsaktionär Ruedi Baer gegenüber dem Wirtschaftsmagazin «Eco» des Schweizer Fernsehens SRF.

Baer, Mitbegründer des Elektronikhändlers Interdiscount und der Handykette Mobilzone, wollte 2008 mit Eyezone eine nationale Kette für Kontaktlinsen aufbauen. Zu seinen Spitzenzeiten beschäftigte Eyezone rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sechs Filialen.

Eine nationale Abdeckung scheiterte allerdings, da die Umsätze in den Läden stagnierten. Die Konsumenten würden immer mehr im Internet kaufen, weshalb sich Eyezone auf den Webshop konzentrieren wolle, erklärte Baer in einem Interview mit SRF, das am Montagabend gesendet wird und bereits zuvor auf dem Internet veröffentlicht wurde.

Wann genau die beiden letzten Läden in Zürich und Zug mit ihren neun Beschäftigten dicht gemacht werden, ist noch unklar. Zuerst müssen laut Baer mit den Vermietern der Lokalitäten Nachfolgelösungen gefunden werden. Die beschäftigten Optiker würden ohne Probleme eine Stelle finden.

Den finanziellen Verlust bezifferte Baer auf ein bis zwei Millionen Franken. Betroffen vom Verlust ist auch der Financier Martin Ebner, der laut Baer immer noch rund 30 Prozent der Aktien an Eyzone hält.

(sda/ama/aho)

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