Die Aktien von Schweizer Pharma- und Lebensmittelindustrie haben sich im zu Ende gehenden Jahr als Verkaufsrenner erwiesen. Die Basler Pharmariesen Roche und Novartis sowie der Westschweizer Nahrungsmittelgigant Nestlé finden sich in der 2013er Liste der 100 wertvollsten Unternehmen, welche die Beratungsfirma Ernst & Young (EY) erstellt hat.

Roche ist 232 Milliarden US-Dollar wert und belegt Platz 11, wie die publizierte Liste zeigt. Nestlé ist durch seine Aktien 229 Milliarden Dollar wert und liegt auf Rang 13, während Novartis auf 212 Milliarden Dollar kommt und damit Platz 18 einnimmt.

Das nächste Schweizer Unternehmen in der Rangfolge ist die UBS, die an den Finanzmärkten mit 71 Milliarden Dollar bewertet ist und mit Platz 124 nicht unter den Top 100 ist. Die Schweiz kommt aber im Länderranking nach den USA, Grossbritannien, China mit Hongkong, Deutschland, Frankreich und Australien auf Platz 7.

Zudem haben Roche, Nestlé und Novartis zusammen ihren Börsenwert um gut ein Fünftel oder 119 Milliarden auf 674 Milliarden Dollar gesteigert. Weltweit stieg die Börsenkapitalisierung der Unternehmen nur um 15 Prozent. Amerikanischen Unternehmen gelang ein Wertzuwachs von 23 Prozent.

Starke Amerikaner

Die US-Konzerne beherrschen nach wie vor das Bild: 47 der 100 teuersten Firmen sind aus der grössten Wirtschaftsmacht der Welt. Nummer Eins ist unangefochten der Computerkonzern Apple, der 490 Milliarden Dollar wert ist - rund 10 Milliarden weniger als im Vorjahr - gefolgt vom Energieriesen Exxon Mobil mit 434 Milliarden und dem Internetdienstleister Google mit 363 Milliarden.

Auch die restlichen Plätze der Top Ten sind Amerikaner: Das Firmenkonglomerat Berkshire Hathaway von Investor Warren Buffett ist 303 Milliarden wert, der Elektrogigant General Electric 276 Milliarden, der Pharma- und Konsumgüteranbieter Johnson & Johnson 260 Milliarden, die Warenhauskette Walmart 250 Milliarden und das Finanzimperium Wells Fargo sowie der Ölkonzern Chevron je rund 237 Milliarden US-Dollar.

Europa im Hintertreffen

«Die Börsen bewerten vor allem eines: Die Zukunftsperspektiven unddie Innovationskraft der Unternehmen», sagt EY-Experte Louis Siegrist. Dabei stünden die USA mit ihren Technologiefirmen besonders gut da.

Unter den Top Ten befindet sich kein Europäer. Satt wie im Vorjahr 34 Firmen zählt die Top-100-Liste nur noch 32 europäische Unternehmen. «Vor allem die Krisenländer leiden nach wie vor unter den Folgen der Schuldenkrise, einer schwachen Konjunktur und hohen Energiepreisen», sagte Louis Siegrist.

Der starke Euro mache die Europäer zudem weniger wettbewerbsfähig. Dies trug auch dazu bei, dass die grossen europäischen Konzerne insgesamt weniger profitabel waren als die Amerikaner.

(awp/chb)

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