Der Pharmakonzern Roche plant, im grossen Stil in den Standort Basel zu investieren. In den kommenden zehn Jahren sollen auf dem bestehenden Areal insgesamt 3 Milliarden Franken in den Bau eines neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums für rund 1'900 Mitarbeitende, in ein modernes Bürogebäude für bis zu 1'700 Angestellte, in die Erneuerung der Infrastruktur sowie für die Renovation des historischen Verwaltungsgebäudes aufgewendet werden, wie der Konzern am Mittwoch bekannt gibt.

«Roche setzt langfristig auf die Schweiz und Basel als Konzernhauptsitz und gleichzeitig einen unserer weltweit wichtigsten Standorte. Hier in Basel ist die gesamte Wertschöpfungskette vertreten», wird CEO Severin Schwan in der Mitteilung zitiert. Da viele bestehende Büro- und Laborgebäude auf dem bestehenden Areal nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprächen, müssten die Arbeitsplätze nachhaltig erneuert werden.

Standorte zusammenführen und verdichten

Zudem würden auch nach dem Bezug des Projekts Bau 1 - der 178m hohe Roche-Tower - gegen Ende 2015 immer noch rund 3'000 der insgesamt ca. 9'000 Mitarbeitenden in Mietobjekten über ganz Basel verteilt sein. Der in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Herzog & de Meuron entwickelte neue Arealplan ermögliche jedoch die Zusammenführung eines grossen Teils der Mitarbeitenden auf dem historisch gewachsenen Areal um die Grenzacherstrasse in modernen Labors und Büros, so Roche.

Mit dem Neubau sei eine Verdichtung des bestehenden Industriegeländes geplant, womit auch die Neuüberbauung von Grünflächen vermieden werden könne. Roche werde das bereits heute bebaute und nicht erweiterbare Industrie-Areal auf effizientere Art und Weise nutzen. Auch stehe bei allen Neubauten die Nachhaltigkeit im Vordergrund.

Hohes Investitionsvolumen

Das neue Forschungszentrum bestehe aus vier integrierten Büro- und Laborgebäuden mit unterschiedlichen Höhen (132m, 72m, 28m, 16m) werde auf dem Gelände des heutigen Bau 74 entstehen. Die Gebäude werden voraussichtlich zwischen 2021 und 2022 bezogen werden. Zusätzlich entstehe ein Gebäude für in-vivo Forschungsaktivitäten auf dem Gelände von Bau 61 an der Wettsteinallee, das bereits Ende 2018 fertiggestellt wird. Das Investitionsvolumen für diese Projekte betrage 1,7 Milliarden Franken.

Das Bürogebäude Bau 2 erreiche eine Höhe von 205m und soll bis 2021 beziehbar sein. Das entsprechende Investitionsvolumen beziffert Roche auf 550 Millionen Franken. Zudem sollen Investitionen von insgesamt rund 700 Millionen in die Erneuerung bestehender Gebäude sowie in die Infrastruktur fliessen und 85 Millionen für die Renovation des historischen Salvisberg-Gebäudes ausgegeben werden.

(awp/lur)

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