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Private Banking: Die 9 grössten Kostenfallen

Von Benjamin Manz (Geschäftsführer moneyland.ch) (für moneyland), am 2017-11-13

moneyland.ch, das führende Schweizer Online-Vergleichsportal für Versicherungen und Banken, erklärt Ihnen im Folgenden die 9 grössten Kostenfallen in der Schweizer Vermögensverwaltung.

Die Vermögensverwaltung gehört zu den wichtigsten Standbeinen der Schweizer Finanzindustrie. Ein Grossteil der Mandate wird dabei von Banken verwaltet, ein geringerer Anteil von unabhängigen Vermögensverwaltern. Viele Kunden wissen erstaunlich wenig über die Gebühren und versteckten Kostenfallen im Private Banking. Der unabhängige Vergleichsdienst moneyland.ch leistet Abhilfe und listet im Folgenden die wichtigen Kostenfallen auf.
 

Kostenfalle 1: Ein Mandat aufschwatzen lassen
Viele Schweizer Bankkunden haben nicht selbständig ein Vermögensverwaltungsmandat gewählt. Vielmehr ist es für gewöhnlich so, dass die Kunden von der Bank aktiv auf Vermögensverwaltungslösungen angesprochen werden, sobald ein entsprechendes Vermögen auf dem Bankkonto liegt. Aber Achtung: Nicht selten empfehlen Bankberater Produkte, welche besonders lukrativ für die Bank sind. Was der Bank am meisten Profit bringt, ist für den Kunden oft nicht optimal. Lassen Sie sich Zeit und informieren Sie sich zuerst, bevor Sie sich für ein Mandat entscheiden.


Kostenfalle 2: Gebühren nicht vergleichen
In der Vermögensverwaltung geht es häufig um viel Geld. Das gilt auch für die Gebühren, die je nach Anbieter sehr hoch sein können. Vergleichen Sie deshalb die Angebote, bevor Sie sich für eine Bank entscheiden. Der unabhängige Private-Banking-Vergleich auf moneyland.ch bietet eine praktische Übersicht über die relevantesten Angebote von Schweizer Banken.
 

Kostenfalle 3: Keine Offerten einholen
Auch in der Vermögensverwaltung gilt: Holen Sie mehrere Konkurrenz-Offerten ein, bevor Sie einen Mandatsvertrag unterzeichnen. Das gilt vor allem für Anleger mit einem grösseren Vermögen. Je grösser der Anlagebetrag ist, desto eher sind Banken bereit, individuelle Offerten auszustellen. Während die Preise bei Standard-Lösungen kaum verhandelbar sind, sind die Kosten von individuellen Mandaten oft Verhandlungssache.
 

Kostenfalle 4: Online-Anbieter vergessen
Seit einigen Jahren gibt es auch in der Schweizer Vermögensverwalter reine Online-Anbieter, häufig «Robo Advisor» genannt. Vorteil dieser digitalen Vermögensverwalter sind die deutlich geringeren Verwaltungsgebühren im Vergleich zu traditionellen Angeboten. Investiert wird meistens automatisiert in passive Anlageinstrumente wie ETF. Wer hingegen eine umfangreiche Beratung wünscht, ist bei vielen «Robo Advisor» an der falschen Adresse.
 

Kostenfalle 5: Passive Strategien links liegen lassen
Aktiven Anlagestrategien gelingt es mehrheitlich nicht, passive Indexstrategien zu schlagen. Ein weiteres Problem sind die Gebühren, die in der aktiv gemanagten Vermögensverwaltung häufig deutlich höher sind als im Fall von passiven Anlagen. Entscheiden Sie sich deshalb im Zweifelsfall für die passive Vermögensverwaltung.
 

Kostenfalle 6: Gebühren doppelt zahlen
Banken verlangen für ihre Mandate so genannte Verwaltungs- oder Managementgebühren. Das ist in der Regel ein jährlich anfallender Prozentbetrag des Anlagevermögens. Was viele Kunden nicht wissen: Häufig wird wiederum in Anlagefonds investiert, die ebenfalls eine prozentuale Managementgebühr (TER) verlangen. So zahlen Anlagekunden im ungünstigen Fall doppelt für die Verwaltung ihres Vermögens.
 

Kostenfalle 7: Versteckte Gebühren vergessen
Immer mehr Banken offerieren Mandate in der Anlageberatung und Vermögensverwaltung zum «Pauschaltarif». Allerdings sind in diesen Tarifen in der Regel längst nicht alle Gebühren enthalten. Hinzu kommen unter anderem Fonds- und andere Produktgebühren, Wechselkurskosten (Spreads) und Börsengebühren.
 

Kostenfalle 8: Keine Alternativen berücksichtigen
Längst nicht alle Anleger sind mit einer Vermögensverwaltung optimal bedient. Wenn Sie sich ein selbständiges Anlegen zutrauen, fahren Sie mit einem günstigen Online-Broker wesentlich besser. Ein Gebühren-Vergleich lohnt sich allerdings auch bei der Wahl der geeigneten Trading-Plattform, da auch hier die Gebührenunterschiede gross sind.


Kostenfalle 9: Keine Fragen stellen
Seien Sie kritisch. Diesen Grundsatz gilt es auch im Private Banking zu beherzigen. Scheuen Sie sich nicht, den Berater mit Fragen zu löchern. Wenn er Ihre Fragen nicht zufriedenstellend beantworten oder Ihnen die Anlagestrategien nicht hinreichend erklären kann, sind Sie an der falschen Adresse.

Weiterführende Informationen:
Vergleich: Private Banking (Vermögensverwaltung)