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Logo-Wechsel 
Privatbank Vontobel verpasst sich einen frischen Anstrich

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Vontobel: Am 18. September geht der neue Markenauftritt online.   Keystone

Der Vermögensverwalter Vontobel investiert Millionen in ein neues Logo. Mitte September soll das alte ausgewechselt werden. Bunt ohne Bank heisst die Losung.

Von Holger Alich
2017-07-25

An der Generalversammlung im April kündigte Vontobel-Verwaltungsratspräsident Herbert Scheidt einen neuen Markenauftritt der Privatbank an: «Mit einem neuen Logo, frischen Farben und unverwechselbaren Gestaltungselementen.» Mittlerweile sickern immer mehr Details dazu durch. So wird das alte quadratische Logo mit dem weissen Namenszug auf dunkelblauem Grund gestrichen; an seine Stelle tritt ein neu gestalteter Vontobel-Schriftzug.

Der Name der Bank wird ­damit zur Wortmarke, die in verschiedenen Farben dargestellt wird. In Zukunft streiche Vontobel den Begriff «Bank» aus der Eigenbezeichnung, heisst es. Schliesslich sei Vontobel keine klassische Bank, sondern ein Vermögens­verwalter. Ersatzlos wegfallen wird ausserdem der alte Slogan «Leistung schafft Vertrauen».

Teures Design nur zweitrangig

Der neue Markenauftritt wird am 18. September live gehen. Dann wird die neue Website aufgeschaltet, am Wochenende zuvor sollen die Schriftzüge an den Gebäuden ausgetauscht werden. Entworfen hat das neue Corporate Design die Markenagentur Meta­Design, die zum französischen Werberiesen Publicis gehört. Die ganze Übung kostet die Bank laut Finanzkreisen einen einstelligen Millionenbetrag.

Vontobel wollte zum neuen Auftritt vorab keine Details nennen und verwies auf die Aussagen, die Herbert Scheidt in Interviews gemacht habe: Das neue Markendesign der Bank sei demnach zweit­rangig. «Es geht darum, dass unsere Kunden in der täglichen ­Zusammenarbeit mit uns erleben, wofür wir stehen – nämlich für unabhängiges unternehmerisches Denken, Gestaltungswille und Standhaftigkeit», so Scheidt zu Finews.ch.

Bank Cler machte ernst

Weiter als Vontobel ging in jüngster Zeit die frühere Bank Coop, eine Tochter der Basler Kantonalbank: 
Sie änderte alles – den Namen, die Farbe, den Auftritt – und mutierte, begleitet von einer aufwendigen ­Kampagne, zur Bank Cler. Die Umfirmierung verschlang Millionen. Das Hellblau ist jetzt allgegen­wärtig. Der Chef, Hanspeter Ackermann, hingegen musste gehen.

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