In der Regel wird die Firma auf ihre braune Brause reduziert. Doch Indra Nooyi, CEO und Präsidentin von PepsiCo, gebietet auch über Sparten wie Sportdrinks (Gatorade) oder Cerealien (Quaker). Auf dem Gebiet der Fruchtsäfte (Tropicana, Copella, Dole) vertraut der US-Gigant neuerdings auf Forschung made in Switzerland: «Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hilft uns, neue Technologien im Umgang mit Früchten zu entwickeln», bestätigt Keith Muller, Director Advanced ­Research bei PepsiCo, «Tilo hat eine Menge Know-how auf diesem Gebiet.»

Damit ist Tilo Hühn gemeint, Leiter des Zentrums Inhaltsstoff- und Getränkeforschung an der Zürcher Hochschule für ­Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil. Der Wein- und Aroma-Experte hat ein Verfahren entwickelt, das durch eine schnellere Entsaftung und Haltbarmachung mehr Effizienz in den Umgang mit Orangen bringt. Ein Patent punkto «Saftgewinnung aus enzymatisch geschälten Orangen» ist angemeldet. «Man könnte sagen, dass ­Pepsi in Wädenswil am Orangensaft der Zukunft forschen lässt», sagt Roland Laux, Patent-Mitinhaber und Geschäftsführer der St. Galler Unico-first, die bei diesem Projekt für Produktkonzept und Konsumenten-­Ansprache zuständig ist. Eine Public Private Partnership, aus der, wenn alles gut läuft, neue Produkte sprudeln sollen. 

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