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Umfrage 
Optimismus in den Chefetagen

Die Finanzchefs von Schweizer Firmen glauben an ein gutes Jahr 2014.  Keystone

Die Finanzchefs von Schweizer Firmen bleiben weiterhin optimistisch. Dies, obwohl die Annahme der Einwanderungsinitiative überwiegend negativ beurteilt wird.

Veröffentlicht 08.05.2014

Gemäss der vierteljährlich durchgeführten Umfrage der Beratungsfirma Deloitte sagten im ersten Quartal 76 Prozent der Finanzchefs, sie seien optimistisch. Im Vergleich zu früheren Quartalen sind das viele, auch wenn im Schlussquartal 2013 mit 80 Prozent noch ein paar Manager mehr sagten, die Dinge liefen gut.

Die Zahl der Pessimisten ist klein, wie die am Donnerstag veröffentlichte Umfrage zeigt: Deren Anteil stieg von 2 auf 3 Prozent. Knapp die Hälfte der 111 befragten obersten Zahlenverantwortlichen sind der Ansicht, ihr Unternehmen könne mehr Risiken eingehen.

80 Prozent glauben, dass die Umsätze steigen werden, nach 74 Prozent im Vorquartal. Die finanziellen Aussichten des Unternehmens allerdings hingegen unverändert eine Mehrheit von 55 Prozent als gleichbleibend. Nur gut ein Drittel glaubt, dass die Margen bis zum zweiten Quartal 2015 steigen.

Nachteile durch Einwanderungsinitiative

29 Prozent glauben, dass sie in einem Jahr mehr Mitarbeiter beschäftigen, nach 31 Prozent Ende 2013. 21 Prozent glauben an Stellenabbau, nachdem diese Prognose vor drei Monaten noch 25 Prozent geäussert hatten. Die Hälfte der Finanzchefs glaubt an unveränderte Stellenbestände. Vorher waren es 44 Prozent gewesen.

Für fast ein Drittel der Befragten ist die Regulierung das grösste Risiko der nächsten Monate. Das Ja zur Masseneinwanderungsinititative bewerten 88 Prozent als negativ für die Schweiz, und nur 6 Prozent als positiv. Gleichzeitig sehen nur 69 Prozent einen Nachteil für die eigene Firma, und 2 Prozent einen Vorteil.

Den grössten Nachteil einer Zuwanderungsbegrenzung orten die Finanzchefs in der eingeschränkten Verfügbarkeit von Personal und Fachkräften: 46 Prozent äusserten diese Befürchtung. Ein mögliches tieferes Wachstum und beschädigte Beziehungen zur EU als Folge der Abstimmung sind für je 13 Prozent ein Nachteil.

(awp/sda/gku)
 

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