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Öko-Spezial/Geschäftsreisen: «Gesamtschau nötig»

«Kein Schönwetter­thema»: ­Jochen ­Mundinger, CEO ­RouteRank.

Wie Zeit und Geld eine Reise beeinflussen.

Veröffentlicht 23.08.2011

BILANZ: Herr Mundinger, ist ­Ökologie auf Geschäftsreisen nur ein Thema für gute Zeiten?

Jochen Mundinger: Zeit ist Geld. Das gilt nirgends so wie für ­Geschäftsreisen. Unsere Erfahrung zeigt, dass vielen Kunden ökologische Aspekte immer wichtiger werden und dass Ökologie und Ökonomie beim Reisen kein Widerspruch sind. Es ist kein «Schönwetterthema».

Wäre Zeit wirklich Geld, müsste man immer per Flugzeug reisen.

Das stimmt so nicht. Man muss eine Geschäftsreise als Gesamtschau aller Faktoren betrachten – also Kosten, Dauer, CO2-Kompensation und Arbeitsproduktivität. Letztgenannte geht oft vergessen, dabei ist es wichtig, ob die wertvollen Mitarbeiter einer Firma ­unterwegs produktiv sein können oder nicht.

Im Vierstundenradius um die Schweiz ist der Zug in der ­Gesamtschau meist am günstigsten. Wieso schneidet das Flugzeug zwischen Genf und ­Lugano trotzdem besser ab?

Die Grenze einer solchen Regel hängt stark von Präferenzen und Gegebenheiten ab. Es gibt Ausnahmen: Strecken durch die Alpen zwingen Auto und Zug bisweilen zu grossen und verlangsamenden Umwegen.

 

Jochen Mundinger ist CEO der Lausanner RouteRank, die Firmen eine Reiseplanungs-Software anbietet.

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