Der Niedergang des Baukonzerns Implenia liest sich wie ein Drama in drei Akten. Drei Mal fiel der Aktienkurs krachend ab, von 80 Franken im Spätsommer 2018 bis unter 30 Franken im März 2019. Dazwischen lagen Wertberichtigungen auf Bauprojekten, ein Wechsel des Konzernleiters, der Abgang zahlreicher Topmanager und ein eher mässiger Ausblick für das Jahr 2019.
 
In nur sieben Monaten haben sich fast zwei Drittel des Wertes der Implenia in Rauch aufgelöst; eine ziemlich eilige Dreifaltigkeit. Eine Börsenkapitalisierung oberhalb von einer Milliarde, die als Wahrnehmungsschwelle für globale Investoren gilt, ist in weite Ferne gerückt. Alt- und Grossaktionär Max Rössler hat auf seinem 16-Prozent-Paket mehr als 150 Millionen Franken verloren, der Basler Unternehmer Rudolf Maag, der gut fünf Prozent hält, gute 50 Millionen. Auch institutionelle Investoren wie BNP Paribas, Credit Suisse oder Vanguard sind mit zweistelligen Millionenverlusten dabei, und letztlich soll auch Ex-Boss Anton Affentranger auf sein Paket rund 12 Millionen Franken eingebüsst haben. Grosse Vermögenswerte, in sich zusammengefallen wie alte Hochhäuser bei der Sprengung. Implodiert.

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Krachender Fehlstart vom neuen Führungsduo

Und obwohl der neue Konzernchef André Wyss und Verwaltungsratspräsident Hans-Ulrich Meister ein neues Führungsmodell und eine neue Strategie für Implenia präsentierten, befand das Kredit-Research der Credit Suisse vor kurzem, direkt nach der Präsentation der Geschäftsergebnisse, Implenia sei mit ihrem aktuellen Geschäftsprofil im Rating Low BBB «besser aufgehoben» – ein Downgrade mit Ohrfeige.

Andre Wyss

André Wyss: In nur sieben Monaten haben sich fast zwei Drittel des Wertes der Implenia in Rauch aufgelöst.

Quelle: ZVG

Das neue Führungsduo, so sieht es aus, legt einen krachenden Fehlstart hin. Beim Gespräch mit BILANZ sitzen Wyss und Meister nebeneinander. Wyss bleibt freundlich, aber zupft sich immer wieder die Hemdmanschette zurecht, blickt immer wieder auf die Uhr. Ein Fototermin wurde verweigert, nur gemeinsam wollten die beiden erfahrenen Manager mit BILANZ sprechen.
 
Was die beiden Top-Shots, die beide aus ganz anderen Branchen als der Bauindustrie kommen, mit dem Schweizer Bau-Marktführer Implenia vorhaben, warum sie mitverantwortlich für den Verfall des Aktienkurses sind, welchen «Anfängerfehler» (Zitat eines Insiders) sie begangen haben und was beim Implenia heute anders ist als unter dem langjährigen Vorgänger Anton Affentranger – Sie lesen es in der neuen BILANZ.

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