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Nestlé-Übernahme von Blue Bottle: Schweizer profitieren

Blue Bottle Coffee: Schweizer Investoren profitieren von der Nestlé-Übernahme.ZVG

Nahrungsmittelkonzern Nestlé beteiligt sich an der Kaffeekette Blue Bottle. Davon profitiert auch ein Schweizer: Toni Schneider war ­einer der ersten Investoren.

Von Marc Kowalsky
26.09.2017

Es war eine Überraschung, als Nestlé-CEO Mark Schneider Mitte September seine jüngste Übernahme bekannt gab: Mit 68 Prozent beteiligt sich der Nahrungsmittelkonzern an der Coffeeshop-Kette Blue Bottle. Stolze 425 Millionen Dollar soll Nestlé für die Firma mit derzeit 41 Filialen in den USA und Japan bezahlt haben.

Davon profitiert auch ein Schweizer: Toni Schneider (mit seinem Namensvetter an der Nestlé-Spitze nicht verwandt), gebürtiger Meilemer und wohnhaft in San Francisco. Dort ist er mit seiner Beteiligungs­gesellschaft True Ventures als ­Risikokapitalgeber tätig. «Wir waren die ersten 
Investoren bei Blue ­Bottle», sagt Schneider.

121 Millionen Dollar in drei Kapitalerhöhungen

Der Deal kam bei der Unternehmensgründung 2012 über Bryan Meehan zustande, den damaligen Chairman und späteren CEO von Blue Bottle – mit ihm hatte True Ventures schon früher zusammengearbeitet. Die genaue Beteiligungshöhe darf Toni Schneider nicht nennen. «Aber da wir früh investiert haben und dann auch in den folgenden Finanzierungsrunden immer weiter investierten, können wir sehr zufrieden sein.» Insgesamt 121 Millionen Dollar hat Blue Bottle in drei Kapitalerhöhungen eingesammelt, zweimal war True Ventures dabei der Lead Investor.

Auch die Genfer Index Ventures der kanadischen Gebrüder Neil, Danny und David Rimer sowie Google Ventures waren von Beginn weg an Blue Bottle beteiligt und machten sämtliche drei Finanzierungsrunden mit. Alle drei Beteiligungs­gesellschaften investieren primär in Hightech-Start-ups. Die Kaffeekette ist jedoch im Silicon Valley äus­serst populär.

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