Frei aus dem Lateinischen übersetzt bedeutete das Wort «Ossium» Knochen. Tatsächlich beschäftigt sich die hierzulande frisch gegründete Ossium AG mit einer speziellen Art von Knochen – mit jenen unserer treuesten Begleiter: Die Zürcher Gesellschaft investiert laut Handelsregistereintrag in Veterinärchirurgie.

Hinter der Neugründung steckt Fidelio Capital, eine vom Geld der schwedischen Milliardärin Katarina Martinson gespeiste Stockholmer Beteiligungsgesellschaft. ­

Fidelio Capital war bis jetzt vor allem in Nordeuropa tätig. Zumindest Geldgeberin Martinson dürfte die Schweiz aber bestens kennen: Der Vater der Enddreissigerin, Fredrik Lundberg, lebte in den 1980er Jahren mit seiner Familie steuergünstig an der Zürcher Goldküste in Zol­likon – und kehrte Martinson und ihrer Schwester zuliebe in die Steuerhölle Schweden zurück.

Ein Fokus auf die Tiergesundheit

Die Auflistung der Lundberg’schen Beteiligungen liest sich wie ein «Who is Who» der schwedischen Wirtschaft: Der Familienholding gehören Anteile am Forst- und Gartengeräte­hersteller Husqvarna, am Finanzinstitut Handelsbanken und am Industrieunternehmen Sandvik. Gänzlich neu engagiert sich Fidelio Capital im Tierreich nicht.

Zum Portfolio der Schweden gehören heute schon die Tierpharmafirmen Nextmune und Indical Bioscience. Anicura, eine Kette von Tierkliniken, verkaufte Fidelio letztes Jahr an den US-Nahrungsmittelgiganten Mars.

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