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Migros Freizeit Deutschland: Noch nicht wirklich in Form

Nicht optimal ausgelastet: ­Migros Fitness in München.

Der Detailhandelsriese expandiert seit einiger Zeit im deutschen Fitness-Markt – noch gibt es Optimierungsbedarf.

Von Stefan Barmettler
12.06.2013

Der Chef der Migros Zürich, Jörg ­Blunschi, gilt als Dynamo des Detaihandels. Nicht nur in seiner Genossenschaft gibt er den Takt vor, sondern auch aus­serhalb seines Reviers. Der «Ausland-­Pionier der Migros» («NZZ») kaufte die deutsche Biokette Tegut und stieg mit der Marke Elements in den deutschen Premium-Fitnessmarkt ein. Eine erste Filiale (Slogan: «Swiss up your life») wurde in München eröffnet. Doch so einfach ist der Roll-out nicht. Angekündigt war die Eröffnung des zweiten Münchner Studios an der Siemensallee diesen Frühling, nun wird es Herbst. Migros-Sprecher Rolf Fuchs: «Infolge von Bauverzögerungen hat sich die Eröffnung auf Mitte September verschoben.»

Verantwortlich ist nicht die Migros, weil sie bloss eingemietet ist. Derzeit habe man für die Siemensallee bereits über 600 Abos verkauft, heisst es bei Elements. Noch nicht auf Touren ist dagegen das erste Elements-Studio an der Donnersbergerbrücke in München, das letzten November die Tore öffnete. Derzeit habe das Studio bloss 1200 Mitglieder, geplant seien aber 3000 gewesen, wird in München berichtet. Fuchs zur Kundenzahl: «Wir sind mit der Nachfrage zufrieden. Der Abo-Verkauf und die Entwicklung entsprechen den Erwartungen.»

Elements fokussiert auf eine High-End-Kundschaft, die sich gerne im Spa räkelt. Um ein Fitnessstudio aber rentabel betreiben zu können, ist gemäss Branchenkennern ein Mitglied pro Quadratmeter notwendig. Bei der Elements-Fläche von 4000 Quadratmetern wären dies 4000 Kunden je Studio.

Zur Optimierung der Expansion ist nun die Beratungsfirma Inline engagiert. Fuchs: «Inline schult unser Personal bezüglich Vertrieb/Verkauf.»

Die Pläne von Migros-Zürich-Chef Blunschi sind ambitiös. Bis Anfang 2015 sind in Deutschland acht Elements-Studios geplant, Investitionsbedarf: 22 Millionen Franken. 

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