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Mentor-Stiftung: Kaiserlich-königliche Swiss-Connection

Mentor-Chairman Fritz Kaiser und Mentor-Präsidentin Königin Silvia von Schweden.

Königin Silvia von Schweden kämpft mit der Mentor-Stiftung gegen Drogen. Gemeinsam mit dem Vermögensverwalter Fritz Kaiser möchte sie in der Schweiz aktiv werden. Zum Auftakt luden sie zu einer Gala ins Opernhaus Zürich.

Veröffentlicht 29.10.2003

Königin Silvia von Schweden kämpft mit der Mentor-Stiftung gegen Drogen. Gemeinsam mit dem Vermögensverwalter Fritz Kaiser möchte sie in der Schweiz aktiv werden. Zum Auftakt luden sie zu einer Gala ins Opernhaus Zürich.

Wir müssen den Kindern und Jugendlichen zu einem Selbstvertrauen verhelfen, das sie befähigt, Nein zu sagen, wenn ihnen jemand Drogen anbietet. Dieser Antrag kommt immer irgendwann. Dann müssen sie innerlich stark sein», sagt Königin Silvia von Schweden. Die aus Deutschland stammende Monarchin war kürzlich in Zürich. Der rührige Opernhaus-Direktor Alexander Pereira durfte sie nach einer Ballettdarbietung des Spoerli-Ensembles vor geschlossener Gesellschaft in seinem Haus begrüssen.

Königin Silvia selber hatte geladen: zur ersten Verleihung der Awards ihrer Mentor-Stiftung, die sich ganz auf die Drogenprävention konzentriert. Ein kolumbianisches und ein griechisches Programm kamen in den Genuss der mit je 100 000 Euro dotierten Vergaben. Der Ehrenpreis ging an den in der Schweiz lebenden britischen Rockmusiker Phil Collins, der zusammen mit seiner Gattin die Little Dreams Foundation gegründet hatte und mit seinen musizierenden Jugendlichen am Festival in Montreux bei Claude Nobs zu Gast war.

Warum aber fand Mentor den Weg in die Schweiz?

Dafür sprechen drei Gründe. Erstens hat Königin Silvia die Stiftung am 14. Mai 1994 in Genf gegründet, «nachdem mich im Jahr zuvor zwei schwedische Geschäftsherren direkt angegangen waren, mit der Bitte, eine derartige Organisation initiieren zu helfen». Die Monarchin setzt ganz auf die Kraft jugendlicher Präventionsbotschafter, die als direkte Ansprechpersonen für andere Jugendliche dienen sollen. Oft sei es so, dass Eltern oder Lehrpersonen nur mehr schwer einen Zugang zu ihren Kindern oder Anvertrauten in einer bestimmten Lebensphase fänden. Dann seien gleichaltrige Freunde die letzte Hoffnung. Die Stiftung wird in dieser Idee sowohl von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wie auch vom Olympischen Komitee (IOK) unterstützt.

Der zweite Grund ist beim Chairman der Stiftung zu suchen. Der liechtensteinische Vermögensverwalter Fritz Kaiser hat vor bald einem Jahr den Hauptsitz seines Unternehmens FKG nach Zürich verlegt. Dort laufen nun auch die Fäden der Stiftung zusammen. Bei Kaiser haben die Stiftungsräte ihre Auskunftsstelle: Darunter befinden sich medienwirksame Namen wie Königin Noor von Jordanien, Kronprinz Felipe von Spanien, Prinz Talal Bin Abdul Aziz Al-Saud, Modemacher Nino Cerruti oder Schachgenie Gary Kasparow. Auch einige bekannte Unternehmer sind mit von der Partie: beispielsweise Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz, H&M-Präsident und -Aktionär Stefan Persson oder der Schweizer Bankier Ivan Pictet.

Dritter Grund für den Zürcher Auftritt ist die Absicht der Königin, nach Schweden, Deutschland, England, Kolumbien, Österreich und den USA auch in der Schweiz aktiv zu werden. Fritz Kaiser will hier zu Lande in Zukunft nicht allein mit der Mentor Prevention Academy werben, die unter anderem auch via Internet Informationen über Präventionsarbeit bietet. Künftig sollen auch Freiwillige aus der Schweiz gewonnen und bereits bestehende Aktionen unterstützt werden.

Fritz Kaiser erhofft sich eine Million Franken Starthilfe für die Schweizer Unterorganisation. Erste erfolgreiche Schritte wird er an der Opernhaus-Gala unter dem Scheinwerferlicht des Fernsehens gemacht haben dürfen.

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