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Mehr Geld für die SRG- und Post-Chefs

Im 2010 stiegen die Löhne des Chefs der SRG und der Post am kräftigsten. (Bild: Keystone)

Bei den Löhnen 2010 im Vergleich zum Vorjahr waren Armin Walpen (Ex-SRG) und Jürg Bucher (Post) die Gewinner, Andreas Meyer (SBB) der Verlierer. In absoluten Zahlen liegt der SBB-Chef hingegen immer noch an der Spitze.

Veröffentlicht 06.07.2011

Aus dem vom Bundesrat am Mittwoch genehmigten Bericht über die Kaderlöhne geht hervor, dass Post-Chef Jürg Bucher im vergangenen Jahr 903'384 Franken verdiente. Dies sind rund 115'000 Franken mehr als seine Vorgänger im Vorjahr erhalten hatten. Damals hatte sich der Betrag - 789'101 Franken - auf die ehemaligen Post-Chefs Ulrich Gygi und Michel Kunz verteilt.

Bucher beziehe wegen der Doppelfunktion Konzernleiter und Leiter PostFinance einen höheren Grundlohn, heisst es im Bericht. Und die Boni seien wegen der guten Konzernergebnisse leicht höher ausgefallen. Der Bonus von Jürg Bucher beinhaltet eine individuelle Leistungsprämie in der Höhe von 100'000 Franken.

Hohe Abgangsentschädigung für Kunz

Die Turbulenzen an der Spitze der Post im Vorjahr hatten finanzielle Nachwirkungen: Die Post zahlte dem ehemaligen Chef Michel Kunz im Jahr 2010 eine Abgangsentschädigung von 516'326 Franken.
Im Betrag ist auch die Lohnfortzahlung und die Lohndifferenz zum Lohn beim neuen Arbeitgeber enthalten. Kunz war im Dezember 2009 nach nur 9 Monaten im Amt vom Verwaltungsrat abgesetzt worden.

Sieben Prozent mehr Lohn für Walpen

Lohnend war das Jahr auch für den Chef der SRG SSR. Armin Walpen, der das Unternehmen bis Ende 2010 führte, erhielt total 616'797 Franken, rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Gestiegen sind die Nebenleistungen, zu welchen Spesenpauschalen, Kadervorsorge oder der Geschäftswagen für private Zwecke gehören.

Leicht weniger verdiente dagegen SBB-Chef Andreas Meyer. 2010 waren es total 956'957 Franken. Im Vorjahr lagen seien Gesamtbezüge noch knapp über einer Million Franken. Auch mit dem tieferen Gehalt liegt Meyer bei den Kaderlöhnen des Bundes aber noch an der Spitze.

Präsident des ENSI-Rates mit höherem Pensum

Das Kaderlohnreporting weist auch die Löhne weiterer Kader des Bundes aus. Mehr verdient haben etwa der Rat und die Geschäftsleitung des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI). In den ersten beiden Jahren seit Gründung des ENSI sei festgestellt worden, dass die tatsächliche Belastung höher gewesen sei als ursprünglich angenommen, heisst es im Bericht.

Der Bundesrat habe daher letzten Sommer Anpassungen beschlossen. Der vor kurzem zurückgetretene Präsident des ENSI-Rates, Peter Hufschmied, arbeitete neu mit einem Pensum von 40 Prozent statt 32. Sein Honorar lag bei 100'000 Franken.

Abgeltung für besondere Einsätze

In der Geschäftsleitung gab es ebenfalls leichte Veränderungen: ENSI-Direktor Hans Wanner verdiente 249'577 Franken gegenüber 240'365 im Vorjahr, und auch der Gesamtbetrag für die übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung stieg an.

Der Chef der RUAG erhielt im Jahr 2010 806'028 Franken, rund 26'000 Franken mehr als im Vorjahr. Die Entschädigungen trügen den ausgewiesenen Ergebnissen sowie dem strukturellen und personellen Wandel beim Technologiekonzern Rechnung und seien begründet, schreibt das Verteidigungsdepartement (VBS) dazu.

Weniger als im Vorjahr erhielt der Chef von Schweiz Tourismus, Jürg Schmid. Sein Lohn sank von 349'512 auf 268'056 Franken. Zurück gingen unter anderem auch die Bezüge der CEO von Skyguide (483'188 Franken gegenüber 515'125 im Vorjahr) und PUBLICA (287'077 gegenüber 315'969).

(rcv/sda)

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