Zur Position der Schweiz, die mit ihrem Too-big-too-fail-Gesetz weltweit voranmarschiert, sagt Luxemburgs Notenbankchef Yves Mersch: "Sie ist ja nicht Mitglied der EU. Wir müssen in der Europäischen Union gemeinsam handeln. Und wir dürfen keine Wettbewerbsnachteile für unsere Banken schaffen. Deshalb warten wir erst mal ab."

Selbst die Umsetzung der neuen Basel-III-Regeln könne sich verzögern, wenn die USA nicht mitziehen: "Es ist gut möglich, dass die EU eine Klausel einsetzt, dass wir die neuen Basel-III-Regeln erst dann umsetzen, wenn die USA die neuen Regeln auch übernehmen."

Der Finanzplatz Luxemburg erwirtschaftet 25 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Die Bilanzsummen der luxemburgischen Banken sind zwanzigmal, diejenigen der fünf grössten Banken sechsmal so gross wie das BIP.

Mehr dazu in der BILANZ 11/2011 vom 3. Juni 2011.

 

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