Volltreffer. Der BILANZ-Lohnvergleich ist ein grosser Erfolg. Bis zum Stichdatum am 13. November haben sich 3193 Lohnbezüger im Rechner eingetragen – seit der Aufschaltung am 10. Oktober 2006 knapp 100 Personen pro Tag.

Die Schweizerinnen und Schweizer wollen wissen, was ihre Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt verdienen. Auffällig ist, dass die Frauen mit rund 1021 Aufschaltungen unterrepräsentiert sind. Es zeigt sich auch, dass die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern noch immer gross sind. Der Durchschnittslohn bei den Männern beträgt 7317, bei den Frauen 5065 Franken pro Monat. Während die Minimallöhne praktisch gleichauf liegen, sind die Differenzen beim Maximum enorm. Der höchste gemeldete Frauenlohn liegt bei 16 334, bei den Männern beträgt er 36 000 Franken.

Der vom BILANZ-Lohnrechner berechnete Durchschnittslohn von 6599 Franken ist über 1000 Franken höher als das vom Bundesamt für Statistik mit 5548 Franken angegebene mittlere Salär. Der Grund: Bei der BILANZ beteiligten sich überdurchschnittlich viele Bezüger höherer Löhne, wie ein Blick auf die Auswertung der Branchenlöhne bestätigt. Rund ein Drittel der Eintragungen stammen aus den Hochlohnbranchen Banken (430), Beratung (137), Chemie (64), Grosshandel (50), Pharma (60) und Versicherungen (154). Auch hat die Hälfte der Beteiligten eine höhere Fachausbildung, Fachhochschule oder Universität absolviert. Sie beziehen Durchschnittslöhne von 7123, 7964 respektive 8283 Franken.

Die 30- bis 39-Jährigen waren mit 1200 Eintragungen besonders aktiv. Sie verdienen 7173 Franken, beziehen jedoch nicht den höchsten Lohn. Diesen erhalten die über 50-Jährigen mit durchschnittlich 8709 Franken. Ihnen folgen die Nächstjüngeren mit 8235 Franken. Mit einem durchschnittlichen Monatslohn von 4869 Franken deutlich abgeschlagen sind mit über 1100 Eintragungen die 20- bis 29-Jährigen.

Rund 60 Prozent der eingetragenen Lohnempfänger sind ohne Leitungsfunktion. Ihr Durchschnittslohn steht bei 5569 Franken pro Monat. Die Salärunterschiede beim unteren, mittleren und oberen Kader sind markant – gegen 2000 Franken pro Stufe und Monat. Das obere Kader bezieht 10 555 Franken, der Mittelbau 8379 und die untere Leitungsfunktion 6877 Franken.
Die Auswertung nach Berufen ist angesichts der Vielfalt in der Berufslandschaft wenig signifikant. Angeführt werden die Eintragungen von 58 Sachbearbeiterinnen, gefolgt von 49 kaufmännischen Angestellten und 41 Projektleitern. Mehr als 20 Eintragungen verzeichneten nur 11 Berufe, darunter Architekten (7222 Franken pro Monat), Controller (7513) und Informatiker (7272).

Die grosse Mehrheit oder fast 3000 der Eingetragenen gibt an, ein volles Pensum zu arbeiten. Sie verdienen im Durchschnitt 6836 Franken. Wer dagegen 90 Prozent arbeitet, muss einen Abstrich von rund 1200 auf 5614 Franken hinnehmen. Interessant ist auch, dass die Löhne nicht parallel zum Teilzeitverhältnis sinken. Die 20-Prozenter (3253 Franken) beziehen einen deutlich höheren Durchschnittslohn als die 30- und 50-Prozenter (2300 und 2977 Franken. Am schlechtesten gestellt sind Lohnbezüger, die 40 Prozent arbeiten. Sie erhalten nur 2127 Franken pro Monat.

BILANZ-Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Eine Frage, die stets im Herbst zum akuten Thema wird. Um mehr Transparenz in die Lohndiskussion zu tragen, offeriert die Bilanz einen Lohnrechner. Er ist aufgeschaltet auf der Website www.bilanz.ch/lohn. Der Rechner soll Ihnen exakte Salärdaten bieten - unter Berücksichtgung von Branche, Alter, Dienstjahr, Hierarchie. Damit Sie eine nützliche Vergleichsmöglichkeit haben.

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