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Kooperation  
Kommt es zur IT-Allianz zwischen SIX und CS?

CS: Um Geld zu sparen erwägt sie die Kooperation mit einer anderen Bank. Keystone

CS-Chef Tidjane Thiam will IT-Kapazitäten teilen. Nach «Bilanz»-Informationen sind aber weder UBS noch Julius Bär im Gespräch mit der CS. Stattdessen bietet sich als Partner jemand anderes an.

Von Harry Büsser und Holger Alich
01.11.2016

Tidjane Thiam, Chef der Credit Suisse (CS), will Kosten sparen und daher gewisse Infrastrukturen wie Datenserver mit anderen Banken teilen. Die CS führe dazu bereits Gespräche mit einer Bank, sagte Thiam der «Financial Times». Den Namen verriet er nicht, Analysten tippen auf UBS.

Nach «Bilanz»-Informationen sind aber weder UBS noch Julius Bär im Gespräch mit der CS, um IT-Infrastruktur zu teilen – auch wenn UBS-Chef Sergio Ermotti schon länger dafür wirbt, dass Banken hier zusammenarbeiten sollten. Ihm schwebt dabei eher eine industrieweite Lösung vor als ein Einzelabkommen mit einer andern Bank.

SIX als idealer Partner

Urs Rüegsegger, Chef der Börsen­betreiberin SIX Group, sieht daher seine Firma als idealen Partner der Banken. Diese sind nicht nur Kunden der SIX, sondern auch deren Eigentümer. Bereits heute wickelt die SIX den gesamten Zahlungsverkehr der Schweizer Banken ab. Weitere Dienstleistungen sollen folgen.

Gesichert ist, dass die SIX Group ab 2018 eine Einheitssoftware für alle Banko­maten der Schweizer Institute anbieten wird. Laut Insidern seien alle Schweizer Geldinstitute dabei.

Damit benötigen Banken für ihre ­Automaten keine eigene Software mehr. SIX bietet ihnen auch die Aufbereitung der Produktinformationsblätter an, wie sie im neuen Finanzdienstleistungsgesetz vorgeschrieben werden dürften. Einige Banken haben dazu bereits Verträge mit SIX. Auch bei der Wertschriftenabwicklung sieht der Bankendienstleister Sparpotenzial, etwa bei der Zuteilung von ­Dividendenzahlungen.

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