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Klagenflut beim Sportwagenhersteller Lotus

Fordert zehn Millionen von seinem alten Arbeitgeber: Ex-Lotus-Chef Dany Bahar.

Der Rauswurf von Dany Bahar bildete den Startpunkt einer Entlassungswelle bei Lotus. Die Geschassten wehren sich.

Von Stefan Barmettler
18.10.2012

Der abrupte Ausstieg des Schweizers Dany Bahar aus dem Lotus-Cockpit zieht immer weitere Kreise. Seit der ­malaysische Konzern DRB-Hicom beim Sportwagenhersteller das Sagen hat, bleibt kein Stein auf dem anderen.

Die neuen Chefs stellen Kader vor die Tür, stoppen Produktionsentwicklungen.

Dass Bahar vor dem Arbeitsgericht in London wegen angeblich missbräuchlicher Kündigung rund zehn Millionen Franken einfordert, ist bekannt. Bislang sind weitere zehn Klagen von Ex-Mitarbeitern eingegangen, darunter den Chefs des Personalwesens und des Rechtsdienstes.

Sauer sind auch Zulieferer, weil die Produktion immer wieder ­gestoppt wird und sie nicht liefern können. Auch von ihnen soll es Klagen und Zahlungsbefehle geben.

Offenbar nimmt DRB-Hicom derzeit Modellpalette und Geschäftsmodell exakt unter die Lupe, um die seit langem defizitäre Autofirma wieder in die Gänge zu bringen. 

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