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Fusion 
Kaba und Dorma schliessen sich zusammen

Schlüssel von Kaba: Die Firma produziert bald zusammen mit deutscher Dorma.Keystone

Auf Wachstumskurs: Die beiden Schlüsseltechnik-Konzerne Kaba und das deutsche Familienunternehmen Dorma fusionieren. Das Ziel: Die neue globale Nummer 3.

Veröffentlicht 30.04.2015

Das Sicherheitstechnik-Unternehmen Kaba und das deutsche Familienunternehmen Dorma wollen sich zusammenschliessen. Eine entsprechende Transaktionsvereinbarung wurde gestern Abend unterzeichnet.

Kaba-Chef Riet Cadonau hat den bevorstehenden Zusammenschluss als einen Meilenstein in der Geschichte zweier sehr starker Firmen bezeichnet. In einer stark fragmentierten Branche mit einem Konsolidierungstrend übernehme man damit eine aktive Rolle.

16'000 Beschäftigten in 53 Ländern

Das fusionierte Unternehmen dorma+kaba wird mit einem pro-forma-Umsatz von mehr als 2 Milliarden Franken und 16'000 Beschäftigten in 53 Ländern die neue globale Nummer 3. Die künftige Holding wird ihren Sitz im zürcherischen Rümlang haben und an der Schweizer Börse SIX kotiert sein. Kaba-Chef Riet Cadoneau ist als CEO vorgesehen.

Bei Vollzug des Zusammenschlusses bringe die Kaba Holding ihre operativen Aktivitäten in die heutige Dorma Holding ein, in der das operative Geschäft zusammengeführt werde. Kaba erhalte daran einen kontrollierenden Anteil von 52,5 Prozent. Die Eigentümerfamilie von Dorma, die Familie Mankel/Brecht-Bergen, werde entsprechend 47,5 Prozent an der heutigen Dorma Holding bzw. am kombinierten Geschäft halten.

Komplementär in ihren Produkten

Dorma mit Sitz in Ennepetal bei Düsseldorf und Kaba seien hochgradig komplementär in ihren Produkten, in der Wertschöpfungskette und geografisch, sagte der designierte Konzernchef der neuen Gruppe an der Telefonkonferenz vom Donnerstag.

Die weltweite Expansion werde sich dadurch beschleunigen lassen. In Europa sind beide Unternehmen bisher schon stark Präsent. Dorma sei aber bisher stärker im Raum Asien/Pazifik aufgestellt als Kaba und Kaba umgekehrt in den USA. In diesen beiden Märkten wird es daher nach Ansicht von Cadonau starke organische Wachstumsimpulse geben. Ausserdem wollten beide Unternehmen wie bereits in den letzten Jahren weitere Akquisitionen tätigen.

Unterstützung von den Ankeraktionären

Die Fusion werde voll unterstützt von den Ankeraktionären, die eine starke Basis bilden würden und einen langfristigen Vertrag unterzeichnet hätten. Cadonau rechnet bei einem grossen Teil der Aktionäre mit viel Unterstützung, da die Fusion aufgrund der sehr hohen Komplementarität der Unternehmen ein überzeugender strategischer Fit sei.

In einem ersten Schritt müssen die Kaba-Aktionäre an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 22. Mai der Fusion zustimmen. Laut Cadonau bemüht man sich für die Aktionäre um eine hohe Transparenz und rechnet nicht mit grossen Widerständen.

(sda/awp/ccr)

 
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