Der US-Milliardär Paul E. Singer hat seine Beteiligung an BB Biotech abgebaut und ist möglicherweise ganz ausgestiegen. In einer Pflichtmitteilung an die SIX Swiss Exchange von heute Donnerstag meldet BB Biotech, dass Singer seine Beteiligung auf unter drei Prozent von zuvor 5,47 Prozent gesenkt hat. Der Verkauf von Anteilen der Beteiligungsgesellschaft erfolgte bereits am 27. März.

Da lediglich ein Über- beziehungsweise Unterschreiten von Schwellenwerten, wie im aktuellen Fall, fünf Prozent und drei Prozent gemeldet werden muss, kann Singer auch seine vollständige BB-Biotech-Beteiligung veräussert haben. Erstmals sein Engagement in BB Biotech gemeldet hatte Singer Anfang November 2014 mit 3,11 Prozent; die Aufstockung auf 5,47 Prozent wurde Ende Dezember berichtet.

Gescheiterte Actelion-Übernahme und Argentinien-Pleite

Singer und eine seiner Gesellschaften, Elliott, sind hierzulande zumindest seit dem gescheiterten Versuch, das Biopharma-Unternehmen Actelion im Jahre 2011 zu übernehmen, bekannt. Für weltweite Schlagzeilen sorgte Paul Singer im Zuge der Krise in Argentinien im letzten Jahr. Mit seiner Weigerung den Schuldenschnitt zu akzeptieren trieb er das südamerikanische Land in die «technische Zahlungsunfähigkeit».

Seine Strategie ist ebenso einfach wie erfolgreich: Singer investiert in Länder und Firmen mit Schulden und Restrukturierungsbedarf. Diese werden unter Druck gesetzt, bis die Rendite stimmt und sonst verklagt. Die deutsche ARD nannte den Hedgefonds-Manager damals den «bösen Philanthropen»

(gku/awp)

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