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«Ich will keinen typisch chaotischen Araber»

«Ich will keinen typisch chaotischen Araber»

Das Profil des neuen CEO hat Samih Sawiris schon klar im Kopf. Diszipliniert, organisiert und europäisch sollten die Attribute sein. Doch noch ist ein neuer Chef nicht gefunden.

Von Ueli Kneubühler
16.04.2014

Im Februar trennte sich der Städtebauer Orascom Development (ODH) von seinem CEO Gerhard Niesslein. Im Gespräch mit BILANZ offenbart Mehrheitseigner und CEO ad interim Samih Sawiris das Stellenprofil für den Chefposten. «Ich will keinen typisch chaotischen Araber», sagt er. «Der neue CEO muss diszipliniert und organisiert sein und mit europäischen Standards umzugehen wissen.»

Genügend liquide Mittel

Erfahrungen im Nahen Osten wie auch in der westlichen Wirtschaftswelt seien enorm wichtig. Ausserdem habe Orascom aktuell genügend liquide Mittel für künftige Investitionen. «Ich habe letztes Jahr die ganzen Cashbedürfnisse der Gesellschaft garantiert. Daran ändert sich nichts», sagt Sawiris. Und weiter: «Läuft es normal, kann ODH im nächsten Jahr sogar ohne meine privaten Mittel weiter investieren.» Eben erst ist er beim deutschen Reiseveranstalter FTI eingestiegen und sagt dazu: «FTI ist liquide, gut inanziert, aber das Unternehmen hat nicht genug Kreditlinien. So ein Riesenladen mit 2,2 Milliarden Euro Umsatz hätte eigentlich Kreditlinien verdient, die dreimal so hoch sind wie aktuell.»

«Chedi als Magnet»

Optimistisch stimmt Sawiris auch die Eröffnung des Luxushotels «Chedi» in Andermatt für den Verkauf der Wohnungen im Luxusresort. «Seit das «Chedi» geöffnet hat, bekamen wir zehnmal so viele Anfragen für Appartements wie zur gleichen Zeit im Vorjahr», sagt er.

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