Das Untersuchen von Gewebeproben gehört zum medizinischen Alltag: Viele Krankheiten, etwa Krebsarten, werden mittels Gewebeproben-Entnahme nachgewiesen oder untersucht. Aus kleinen Gewebeproben, die dem Patienten entnommen wurden, versuchen Pathologen dann möglichst viele Erkenntnisse zu gewinnen.

IBM-Forscher haben nun eine Art Mikropipette erfunden, mit der winzige Stellen auf einer Gewebeprobe ganz gezielt und kontrolliert untersucht werden können. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin «Lab on a Chip» berichten, besteht die Pipette aus einer winzig kleinen Siliziumsonde.

Die Sonde hat einerseits einen mikroskopisch kleinen Auslasskanal, um Flüssigkeiten zur Probe zu leiten. Andererseits ist es über einen Einlasskanal möglich, Flüssigkeit abzusaugen. Das verhindert, dass die Gewebeprobe überflutet wird. Die Technologie erlaubt es, verschiedenste Tests auf einer winzige Probe durchzuführen. Dies wiederum erhöht die Zuverlässigkeit einer Diagnose, schreibt IBM.

Die neue Technologie eröffne der Medizin einen zukunftsweisenden Weg, wird Studienmitautor Govind Kaigala von IBM Research Zürich zitiert. Die Technik lasse sich problemlos in heutige Laborabläufe integrieren.

(chb/sda)

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