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Graubünden: Olympische Spiele für eine Milliarde Defizit

Ein Seilbahnakt: Die Bündner wollen Olympische Spiele - das Minus von einer Milliarde Franken ist schon gebucht.

Die Bündner Regierung will die Olympischen Winterspiele ausrichten. Studien zeigen: Es wird ein Milliarden-Defizit geben.

Veröffentlicht 10.09.2012

Die Bündner Regierung rechnet bei einer Durchführung von Olympischen Winterspielen im Kanton Graubünden mit einem Defizit von einer bis 1,3 Milliarden Franken. Die Gesamtausgaben werden auf 2,8 Milliarden Franken geschätzt, die Einnahmen auf 1,5 bis 1,8 Milliarden.

Zu diesen Ergebnissen seien zwei renommierte Beratungsunternehmen unabhängig voneinander gekommen. Das sagte der Bündner Volkswirtschaftsdirektor Hansjörg Trachsel am Montag in Chur bei der Vorstellung der Botschaft der Regierung an das Kantonsparlament.

Von den Gesamtausgaben für Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen Winterspiele 2022 würden 1,9 bis 2,3 Milliarden Franken in Graubünden anfallen. Daraus würde sich laut der Regierung ein Beschäftigungs-Effekt ergeben von 12'000 bis 15'000 Vollzeitstellen im Kanton und etwas über 30'000 Stellen in der ganzen Schweiz.

Nun gelte es, das Projekt so weiterzuentwickeln, damit das Defizit eine Milliarde Franken nicht übersteige. Das ist die Höhe der Defizitgarantie, die der Bund bereit ist zu übernehmen. Für den Kanton Graubünden ist die Übernahme eines Defizitrisikos ausgeschlossen.

(chb/sda)

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