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Entscheidung 
Generationenwechsel bei GfS Bern: Longchamp verkauft

Firmengründer und Nachfolger: Urs Bieri, Claude Longchamp, Lukas Golder (v.l.n.r.) Fabian Unternährer

Bei den Umfrageprofis kommt es zum Stabwechsel: Aushängeschild Claude Longchamp tritt bei der GfS Bern ab. Was der Firmengründer nun plant und wer seine Nachfolger sind.

Von Florence Vuichard
16.06.2016

Der bekannte Politologe, Claude Longchamp (59), zieht sich zurück: Nicht abrupt, wie er gegenüber der BILANZ betont, sondern Schritt für Schritt. Das Verwaltungsratspräsidium der GfS Bern AG will er noch bis 2019 behalten. Die operative Geschäftsleitung hingegen hat er per 1. Mai an seine bei­den langjährigen Mitarbeiter Urs Bieri (43) und Lukas Golder (42) abgegeben.

Und er hat ihnen das Unternehmen auch verkauft. Zu diesem gehört nebst dem Berner Büro mit seinem elfköpfigen Team auch die Hälfte des GfS­-Be­fragungsdienstes mit umgerechnet rund 75 Vollzeitstellen, also das «Telefonlabor», über das die Umfragen gemacht werden. Bieri und Golder arbeiten seit 20 res­pektive 17 Jahren für GfS Bern, beide sind als Werkstudenten während ihres Politologiestudiums an der Universität Bern zum Team gestossen – und beide sind dem Büro treu geblieben.

Einmal um die Welt

Longchamp wird weiterhin «vielleicht zwei Tage pro Woche» im GfS-Bern-Büro sein und einzelne Projekte betreuen. Und er will eine Weltreise machen, «einmal rundherum», wie er sagt. Mitte 2017 soll es losgehen. Sicher für ein halbes Jahr, vielleicht sogar für ein ganzes. Eine neue Erfahrung für Longchamp, aber auch für die politisch interessierte Fernseh­schweiz: In dieser Zeit wird er die Abstimmungsresultate logischerweise nicht am Bildschirm kommentieren können. Diese Aufgabe soll dann Lukas Golder übernehmen.

 

Alles über den Stabwechsel bei GfS Bern, die Nachfolger und warum die Umfrageprofis nach wie vor auf Telefonumfragen setzen, lesen Sie in der neuen «Bilanz», ab Freitag am Kiosk oder mit Abo jeweils bequem im Briefkasten.

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