Seine Geschichte klang plausibel. In dem kleinen Vermögensverwalterbüro am Zürcher Münsterhof schöpfte niemand einen Verdacht, nachdem sich der Kollege Renzo Gadola am Telefon aus Übersee gemeldet hatte. Er hatte ankündigt, dass sich seine Rückkehr aus den USA ein wenig verzögern würde. Ein paar Probleme mit der Polizei, hatte ­Gadola gemurmelt. Nichts Dramatisches, er sei in eine Sache wegen Fahrerflucht verwickelt, seine Unschuld bereits erwiesen – eine Verwechslung wegen seines Mietwagens, den er längst abgegeben habe. Er müsse sich halt nur noch für die Polizei zur Verfügung halten, bis der Mietwagen untersucht sei. Er komme erst ein paar Tage später nach Zürich zurück.

Die Geschichte war eine Lüge. Eine Notlüge. Gadola konnte und durfte gar nicht anders. Er befand sich nämlich in Gewahrsam der amerikanischen Justiz. Er war gerade dabei, seine Zürcher Bürokollegen gegenüber der US-Justiz zu verpfeifen. Und die Kollegen von der Basler Kantonalbank. Und die Kollegen von der UBS. Und die amerikanischen Kunden seiner Kollegen, die Schwarzgeld in Zürich gebunkert hatten. Einfach alle. Gadola hatte sich für den Verrat entschieden.

Treffen in Miami

Renzo Gadola war nicht der erste Verräter. Er zählt zur Garde Schweizer Banker, die vor den amerikanischen Staatsanwälten umfassend auspacken und damit ihre einst stolze Zunft in atem­beraubendem Tempo in ein selbstzerstörerisches Gebilde verwandeln, in dem Verrat und Intrigen, machiavellistische Machtspiele und kollektive Panik vorherrschen. Vorbei ist es mit dem alten Corpsgeist der Bankiers, der das Jahrhundert ihres Aufstiegs begleitete. Vor­-bei ist es auch mit ihrem legendären ­Schweigegebot, unter dessen Schutz sich Millionen Bankkunden mit einem Billionenvermögen sicher wähnten.

Und Renzo Gadola war nicht der letzte Verräter. Aber seine Geschichte des Verrats ist vielleicht die lehrreichste. Als er in der zweiten Novemberwoche 2010 seine Kollegen über die verspätete Rückkehr informierte, war er in grosser Not. Am 6. November 2010 wurde er auf frischer Tat ertappt, beim Beratungsgespräch mit einem US-Kunden aus dem Bundesstaat Mississippi, den er in einem Hotel in Miami traf. «In Ihrem spezifischen Fall», so hatte er dem Kunden versichert, «ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Ihr Konto irgendwann entdecken, praktisch gleich null Prozent.» Dann hatte er mit seinem Handy seinen Kollegen Martin Lack angerufen, um Details zum Konto des Kunden zu erfragen.

«Es gibt keine Papierspur», hatte er dem Kunden nach dem Telefonat ver­sichert, sein Geld sei «in cash» auf das Konto der Basler KB eingezahlt worden, und danach habe sein Kollege das Geld wieder abgehoben: «Es ist in einem Safe in unserem Büro.» Kein Grund zur Sorge also, meinte er.

Die Geheimdienstmethoden

Gadola täuschte sich. Seine Worte waren aufgezeichnet worden, sein Gesprächspartner spielte als Spitzel auf der anderen Seite mit. Eine klassische Sting-Operation – eine verdeckte Aktion mit nachrichtendienst­lichen Methoden, wie sie in den USA ­üblich sind. Er wurde inhaftiert, und nach einer Nacht auf der Pritsche einer Haftzelle wurde ihm seine Situation klar. Er hatte die Wahl: bis zu 16 Monate im Dreck eines Knasts zu verschwinden – eingepfercht zwischen den Verlorenen und Vergessenen der amerikanischen Gesellschaft – oder auszupacken, lückenlos, schonungslos und wahrhaftig.

Gadola bekannte sich schuldig und packte aus. Der Spitzel war eigentlich nicht sein Kunde, sondern der langjährige Kunde und Freund seines besten Kollegen Martin Lack, mit dem er seit ­Februar 2009 in einer Bürogemeinschaft arbeitete. Kollege Lack war familiär mit Amerika verbunden und hatte bis 2003 bei der UBS amerikanische Kunden betreut – Schwarzgeldkunden. Das Geschäft mit den undeklarierten US-Kunden war dort nach der Einführung des Qualified Intermediary Program (QI) zum Hochrisiko mutiert. Die UBS verpflichtete sich mit der Teilnahme an diesem Programm, ihre US-Kunden dem amerikanischen Steueramt IRS zu melden und die Steuern abzuführen. Lack machte sich daher unter Mitnahme etlicher Problemkunden mit einer eigenen Vermögensverwalterfirma selbständig – wie so viele Banker.

Gadola war ebenfalls bei der UBS, er schied dort erst im August 2008 aus, gründete seine eigene Firma, die RG Investment Partners, und begab sich in die Bürogemeinschaft mit Lack am Zürcher Münsterhof. Sein Vorteil: Er war als Investmentberater bei der US-Börsenaufsicht registriert und durfte daher auf amerikanischem Boden Geldgeschäfte betreiben. Für einen Teil ihrer US-Kunden richtete die Firma Konti bei der Basler Kantonalbank ein, die ebenfalls am strengen QI-Programm teilnahm.

Gadola plauderte

Gadola berichtete den Staatsanwälten minutiös, wie das Geschäft lief. Er sprach über verbotene Meetings in Chicago, New Orleans und Coconut Grove, über Prepaid-Handys, die sie ihren Kunden für die vertrauliche Kommunikation über­gaben, über falsche Darlehensverträge zur Verschleierung ihrer Transaktionen, über gefälschte Bankdokumente, über Goldbarren, die aus einem Safe der Credit Suisse in einen Hotelsafe gebracht wurden, und über Konti bei der Bank Julius Bär.

Und er berichtete über eine Praxis, die es schon seit mehr als 20 Jahren in der Schweizer Vermögensverwaltung nicht mehr geben sollte – «Cash Matching». Dabei werden, zur Vermeidung verräterischer Geldüberweisungen mit dem Herkunftsland der Kunden, die Bargeldbeträge zwischen ausgesuchten Kunden im Briefcouvert übergeben. Wenn ein Kunde 500 000 Dollar aus seinem Depot benötigt, dann sucht der Banker einen Kunden, der gerade die gleiche Summe ins Depot transferieren möchte. Wenn er ihn gefunden hat, transportiert er die Moneten physisch. Auf der Bank werden dann die Konti ausgeglichen.

Gadola erzählte alles, was er wusste. Natürlich auch die Namen der Kunden, die er kannte. Er führte selbst abgehörte Gespräche mit verdächtigen US-Kunden. Und er lieferte mindestens einen weiteren Banker ans Messer: den jungen Kundenbetreuer Stefano Longo aus dem Zürcher Büro der Basler KB. In den Wochen nach der Festnahme beruhigte er seinen Kollegen Lack am ­Telefon mit immer neuen Geschichten, warum sich seine Rückkehr verzögere. Er hänge noch eine Woche dran für Kundentermine und bleibe noch übers Thanks­giving-Fest. «Du hast sicher erfahren, warum ich in Amerika bin», meldete sich Gadola Wochen später bei Lack, der immer noch ahnungslos war. Lack wusste es nicht, und Gadola durfte nicht reden.

Gadola handelte Deal aus

Erst neun Monate später erfuhr Lack das wahre Ausmass des Verrats, als er am 8. August 2011 in den USA angeklagt wurde – wegen Verschwörung zum Betrug gegen die Vereinigten Staaten. Die verkündete Maximalstrafe: fünf Jahre Gefängnis. Heute steht das Konterfei des 49-Jährigen auf der Wanted-Liste der Interpol-Website. Immerhin, sein Porträtfoto zeigt den sympathischsten Schweizer auf dieser Liste. Als fröhlicher Zeitgenosse, dem jeder blindlings einen Gebrauchtwagen abkaufen würde, lächelt er neben verdächtigten Drogendealern, Sexualstraftätern und Menschenschmugglern.

Ihm droht eine Verhaftung, sobald er die Schweizer Grenze übertritt. Nur die Schweiz wird ihn nicht ausliefern. Lack hat keine Lobby, er ist als Angeklagter ganz auf sich allein gestellt. Liebend gerne würde er schnellstmöglich einen Deal mit der US-Justiz verhandeln, auch eine Strafe akzeptieren. Er ist verraten und verbrannt, ein Bauernopfer des Steuerhinterzieher-Systems. Der Basler Kantonalbanker Longo wurde beurlaubt, er bleibt ein Pfand in der Hand der amerikanischen Justiz. Die Bank muss zittern, eine Klage droht.

Kronzeuge Gadola wiederum hat den Deal in der Tasche. Ende November 2011 trat er vor den Richter in Miami. Wegen seiner Kooperation kam er glimpflich davon: fünf Jahre auf Bewährung. «Er war in der Schweiz ein geachteter Bürger und Banker», sagte sein Anwalt gegenüber Bloomberg, «das ist vorbei.»

Der Fall Gadola ist exemplarisch. Die Lektüre der Anklageschriften gegen die weiteren Beschuldigten offenbart auch die persönlichen Dramen: Die Kunden schwärzen ihre langjährigen Banker an, Banker denunzieren ihre besten Kunden und Kollegen. Die Zahl der Verräter und Geächteten steigt nun mit jedem Verfahren, das die US-Staatsanwälte eröffnen. Sie schöpfen inzwischen aus einem gros­sen Erkenntnis-Reservoir. Jahrelang war die Steuerhinterziehung bei den Behörden faktisch kein Thema, weder in den USA noch sonst irgendwo auf der Welt. Die Eidgenössische Steuerverwaltung als für die Amtshilfe in Steuerfragen zuständige Behörde erhielt aus dem Ausland zwischen 2001 und 2007 im Schnitt nur drei Amtshilfegesuche pro Jahr.

Fall Kieber änderte Spielregeln

Der Fall des Liechtensteiner Denunzianten Heinrich Kieber änderte alles, er brachte die Fahnder auf die Spur. Kieber hatte seit 2006 systematisch rund um den Globus Geheimdiensten und Steuerbehörden rund 1,3 Millionen Dokumente der LGT-Gruppe verkauft. Im gleichen Jahr packte der UBS-Mann Bradley Birkenfeld aus, weil er sich Erleichterung in Betrugsverfahren gegen ihn versprach.

Im September 2007 erfuhr die UBS erstmalig vom US-Justizministerium von den Ermittlungen gegen ihr Haus. Sie wurde mit Details einer internen Unter­suchung konfrontiert, die Birkenfeld ausgelöst hatte. Das Ministerium bat um ­Dokumente zur Compliance-Praxis mit US-Kunden. Die Untersuchung wurde von Kevin Downing geleitet, einem Assistant Attorney, der in der Southern Criminal Enforcement Section des Ministeriums arbeitete. Er hatte bereits 2004 eine Untersuchung über Steueroasen und die Um­gehung der QI-Regeln geleitet.

Anfang Mai 2008 nahmen sie Martin Liechti, den Chefbanker für das Geschäft mit US-Kunden der UBS, beim Umsteigen am Flughafen in Miami fest, den ersten hochrangigen Kadermann. Liechti, ein strategisch aussergewöhnlicher Kopf der Bank, kämpfte um Hilfe. Monatelang wurde er festgehalten, erst in elektronischen Fussfesseln, dann unter Hausarrest im Hotel, ohne Anklage. Er musste nun erkennen, was die Stunde geschlagen hatte: Die Bank liess ihn fallen, Bundesbern liess ihn im Regen stehen. Er hatte nur eine Chance: auspacken. Er wurde ein «material witness», ein festgehaltener Zeuge.

Ein Kapitel zur UBS

Dann ging es Schlag auf Schlag. Im Juli 2008 veröffentlichte der US-Senator Carl Levin, Heimatschützer seines Offshore-Bundesstaats Delaware, einen 114-Seiten-Bericht über «Tax Haven Banks». Er widmete darin der UBS ein ganzes Kapitel, nannte namentlich Liechti und Raoul Weil, den Chef für das gesamte Vermögensverwaltungsgeschäft der UBS.

Seit Herbst 2007 hatte die UBS mit Hilfe der Anwaltspraxis Wachtell, Lipton, Rosen & Katz eine Untersuchung eingeleitet. Mit dieser internen Ermittlung waren bis zu 117 Personen beschäftigt, die Kosten beliefen sich allein im Jahr 2008 auf fast 70 Millionen Franken. Längst war die Bank dabei, ihr Geschäft mit undeklarierten US-Kundengeldern herunterzufahren. Doch zu spät. Verfolgt werden schliesslich nicht künftige Business-Strategien, sondern vergangene Geschäfte.

Am 12. November 2008 informierte die UBS darüber, dass Weil in den USA angeklagt worden war. Seit Januar 2009 wurde mit Raoul Weil erstmalig ein Top-Manager als flüchtige Person auf die Fahndungsliste gesetzt. Auch er wurde fallen gelassen. Der Fall eskalierte. Die US-Justiz drohte mit einer Klage gegen die Grossbank. Die UBS erklärte sich zur vollständigen Kooperation bereit. Ihr einziges Ziel: die Top-Manager retten.

Sie schaltete hilfesuchend Bundesrat und Nationalbank ein. Per Notrecht wurde die Aktenübergabe von Kundendossiers vereinbart. Ein Sieg der Ermittler. Gleichzeitig nutzten sie mehrere Amnestieprogramme der Steuerbehörden für einen gewaltigen Informations-Fischzug. Jeder Amnestiewillige musste lückenlos Konti, Namen, Adressen von Kundenberatern, Treuhändern und Vermögensverwaltern offenlegen, über alle Treffen und Transaktionen berichten. So entstand eine ­Datenbank, vollgepackt mit dem flächendeckenden Wissen über die Steuerhinterziehungspraxis. Im Juli 2011 folgte dann eine Klage gegen acht Banker der Credit Suisse, die umgehend freigestellt wurden. Auch die CS kooperierte und stellte die undeklarierten US-Kunden vor die Tür.

Wie geht es mit dem Finanzplatz weiter?

Die Angeklagten und Kronzeugen, zwei Dutzend inzwischen an der Zahl, füllen dieses Wissen mit Leben. Die einen beschuldigen ihre Vorgesetzten, die anderen ihre Untergebenen. Wieder andere berufen sich auf die Unternehmenskultur: «Solche Sachen habe ich doch bei der Bank gelernt», erklärt einer der Beschuldigten. Lügengeschichten seien dies, antworten die jeweils Beschuldigten. Das Ergebnis: Das Schweigegelübde ist gebrochen.

Der Finanzplatz Schweiz wird schrumpfen. Einige Geldverwalter sind bereits ganz geräuschlos von der Bildfläche verschwunden. Die Zahl der bewilligten Banken und Effektenhändler ist zwischen Dezember 2008 und Februar 2012 von 404 auf 375 zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum machten auch 10 von 98 Auslandsinstituten dicht.

Die juristischen Berater der Kunden sa-gen daher: Selbstanzeige und auspacken. Die Folgen sind absehbar: Die Ermittler werden mit Informationen über das Schwarzgeldgeschäft überschüttet, die Zahl ihrer Dossiers wird weitere Banken ins Visier rücken, auch in Genf. Nur die schiere Überdosis an Fällen könnte die US-Behörden dereinst auf eine politische Tabula-rasa-Lösung einstimmen.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Fahnder sich zunächst die Geldhäuser vorknöpfen, über die ihnen Insider-Zeugenaussagen zum Innenleben vor­liegen. So war es bei der UBS, so ist es bei der Basler KB. Und bei der Bank Wegelin kam es erstmalig zu einer Klage gegen die Bank, nachdem deren Jungbanker Daniel Sprecher anlässlich eines US-Trips zum Reden gebracht worden war. Schliesslich beeilte sich die Credit Suisse, in Reaktion auf ein Amtshilfeersuchen der USA vom September 2011, nicht nur die Namen von US-Kunden zu liefern, die in einem Sammelkonto geführt wurden, sondern alle Kunden dieses gepoolten Depots: darunter Norweger, Russen oder Deutsche. Im Wissen darum, dass die US-Steuerbehörden diese Daten an die Partnerbehörden der betreffenden Länder weitergeben würden.

Noch eine Dummheit

Nun erlebt der Bankenplatz Schweiz, 77 Jahre nach der Einführung des legendären Bankgeheimnisses, ein Spiel, das im Kindermund als «verkehrte Welt» bekannt ist. Die Bankiers treten in Bern an, um die Dossiers ihrer undeklarierten Kunden den Steuerbehörden auszuliefern, am liebsten schnellstmöglich per Notrecht. Und im Schweizer Justizde­partement sitzt eine sozialdemokratische Vorsteherin, die jahrelang das Steuer­hinterziehungsgeschäft kritisierte, und wirkt als letzte Bastion für den Schutz der Bankkunden: Im Dezember stoppte Justizministerin Simonetta Sommaruga die Lieferung uncodierter Kundendossiers an die USA.

Diese Geschichte wäre eigentlich reich genug an Dummheiten. Aber die Mitarbeiter der Bank Julius Bär waren offenbar fähig, diese Geschichte mit einer weiteren Variante zu bereichern. So besprach sich Bär-Banker Fabio Frazzetto noch im Sommer 2009 mit einer verängstigten US-Kundin, die am Amnestieprogramm teilnehmen wollte. Längst war bekannt, dass jeder Amnestierte umfangreiche Formulare auszufüllen hat. Längst war das Desaster der Liechtensteiner LGT bekannt, das Drama der UBS in aller Munde, die Angst vor der Anklage einer Bank omnipräsent. Laut US-Ermittlungsakten empfahl Frazzetto seiner Kundin dennoch unbekümmert: «Keine Panik!»

Er soll einen neuen Trick eingesetzt haben: Die Kundin sollte das Konto einem israelischen Cousin übertragen, der künftig als rechtlicher Eigentümer der Vermögen gelten würde – eine Strohmann-Konstruktion. Und Frazzettos Kollegin Daniela Casadei soll im Juni 2009 einem anderen Kunden einen weiteren Trick vorgeschlagen haben. Dieser dürfe das Konto – getarnt über eine Firma – weiterhin bei der Bank führen.

Die öffentlichen Erklärungen der Bank liessen eine andere Politik vermuten. «Wir haben 2005 unser Geschäft in den USA verkauft. Seither haben wir die Zahl der US-Kunden, die noch bei uns verblieben sind, reduziert. Wir empfehlen den restlichen Kunden, ihr Geld zu legalisieren und zu repatriieren», erklärte der frisch gekürte CEO Boris Collardi Ende Juli 2009.

Die Geschichte des Falls ist seit Oktober 2011 in einer Anklageschrift gegen Frazzetto und Casadei nachzulesen. Beide müssen mit der Maximalstrafe von fünf Jahren Gefängnis rechnen. Julius Bär, in der Anklage noch als «Swiss Bank No. 1» umschrieben, habe mehr als 600 Millionen Dollar Schwarzgelder versteckt. Frazzetto ist ausgeschieden. Das Verfahren steht erst am Anfang.

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