Die Finma hat gegen elf Banker der UBS individuelle Enforcementverfahren eröffnet. Teilweise sind die darin involvierten Mitarbeiter und Manager noch heute bei der Bank beschäftigt. Die Finma will wissen, was die Betroffenen wussten und welche Schuld diese am Devisenskandal tragen – Aufsichtschef Mark Branson sprach heute vom «schwersten Fall marktverbreiteter Manipulation» überhaupt.

Unter die Lupe genommen werden Mitarbeitende aus dem Devisengeschäft – «von der Stufe Händler bis Seniormanager», wie Branson sagte. Die Ermittlungen gehen also bis auf die höchste Ebene des Investmentgeschäfts der UBS. Was könnte den Bankern in diesem Enforcement-Verfahren drohen? «Ein Berufsverbot ist eine mögliche Massnahme», so Branson. Doch aktuell stünden die Untersuchungen noch am Anfang, deshalb seien weitere Aussagen verfrüht. Zudem gilt die Unschuldsvermutung.

Berufsverbot und Strafanzeige möglich

Doch Fakt ist: Seit der Finanzkrise 2009 verfügt die Finma über deutlich schärfere Werkzeuge bei der Bestrafung von Fehlverhalten in der Finanzbranche. Dazu gehört unter anderem das Berufsverbot. Und dass die Finma auch gewillt ist, diese Massnahme einzusetzen, zeigte sie erst vor wenigen Wochen: Sie erteilte dem früheren Chef der Bank Coop, Andreas Waespi, wegen Aktienmanipulationen ein dreijähriges Berufsverbot.

Könnten die Verfehlungen der UBS-Banker auch strafrechtliche Folgen haben? Finma-Chef Branson hält dies offenbar für möglich: «Wenn wir so etwas sehen, werden wir diese Informationen weiterleiten oder Strafanzeige erstatten», so der Finma-Chef heute.

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