Von den heute gut 1300 traditionellen Poststellen sollen bis 2020 nur noch rund 800 übrig bleiben. Dass die Post ihre Abbaupläne neu transparent macht, ist die Folge des Wechsels beim Präsidium.

Mit Stabsübergabe von Peter Hasler zu Urs Schwaller ändert sich auch die Kommunikation. «Wir können mit dem Umbau der Post nicht länger unter dem Radar durchfliegen», sagt Schwaller gegenüber BILANZ. «Wir müssen die politischen Konflikte austragen. Und zwar jetzt.» Wobei er kritisch anfügt: «Vielleicht hat die Post damit etwas zu lange zugewartet.»

Schwaller will aber nicht nur über Poststellen reden: «Wir müssen jetzt die Diskussion führen, was der Service public generell und die Post im Speziellen in Zukunft leisten sollen. Und vor allem: wer das dann bezahlt.»

Zu lange hat die Post mit der Verkündung des Filialabbaus gewartet. Doch selbst der kommunizierte Plan geht nicht weit genug. Und wo die künftigen Gewinne herkommen sollen, ist unklar. Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Bilanz», ab Freitag am Kiosk oder mit Abo bequem im Briefkasten.

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