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Korruption 
Fifa-Skandal: «Wir sind nicht einmal nahe der Halbzeit»

Der Datenberg wird immer grösser: US-Justizministerin Lynch und Bundesanwalt Lauber.Keystone

Die Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft im Fifa-Fall sind noch lange nicht abgeschlossen. 11 Terabytes Unterlagen gilt es mittlerweile zu sichten.

Veröffentlicht 14.09.2015

Der Daten-Berg im FIFA-Korruptionsskandal wird immer grösser: Mittlerweile hat die Bundesanwaltschaft 11 Terabytes Unterlagen zu sichten. Bundesanwalt Michael Lauber bat die Öffentlichkeit am Montag deshalb um Geduld.

Er verstehe, dass das öffentliche Interesse riesig sei, sagte er an einer Medienkonferenz in Zürich. «Aber wir sind nicht einmal in der Halbzeit in der Auswertung dieser Daten.»

Handfeste Vermögenswerte sichergestellt

Zu diesen Daten gehört neu auch jenes Dokument, das am Wochenende vom Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) publik gemacht wurde. Dabei handelt es sich um einen Vertrag, mit dem FIFA-Präsident Sepp Blatter TV-Übertragungsrechte zu einem Freundschaftspreis verkauft haben soll. «Wir werden das auswerten», sagte Lauber.

Die Bundesanwaltschaft hat aber nicht nur Daten, sondern auch handfeste Vermögenswerte sichergestellt: Sie versiegelte mehrere Wohnungen in den Alpen, die mutmasslich als Geldwäsche-Objekt genutzt wurden. Wie viel Wert diese eingefrorenen Vermögenswerte haben, konnte Lauber nicht sagen.

US-Justizministerin Lynch nennt keine Namen

Auch US-Justizministerin Loretta Lynch trat vor die Medien. Mittlerweile gebe es 14 Verdächtige, wovon 13 verhaftet worden seien, sagte sie. Zehn seien in der Schweiz und anderen Ländern, drei in den USA. Namen gab Lynch keine bekannt. Ob auch gegen Sepp Blatter ermittelt wird, wollte sie nicht sagen.

Die Ermittlungen würden weitergehen, sagte Lynch vor zahlreichen Journalisten aus aller Welt. Aus vielen Ländern erhalte die US-Justiz gegenwärtig Informationen. Nicht mit allen Ländern funktioniere die Zusammenarbeit aber so gut wie mit der Schweiz.

(awp/sda/ccr)

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