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Euro-Rabatte: Seltsame Rechnerei bei PKZ

Das Modehaus PKZ will die von Lieferanten gewährten ­Euro-Rabatte nicht 1:1 weitergeben.Keystone

Die von Lieferanten gewährten Euro-Rabatte will das Modehaus PKZ nicht 1:1 weitergeben. CEO Manuela Beer begründet dies mit der Margensicherung in absoluten Zahlen.

Von Karin Kofler
19.02.2015

Sie ist erst seit ein paar Wochen im Amt, aber macht schon klare Ansagen: ­Manuela Beer, neue CEO der PKZ-Gruppe (PKZ, PKZ Women, Blue Dog). In einem Memorandum erklärte die Chefin des Modehauses ihren Lieferanten in den letzten Wochen, wie sie auf den Preisdruck, der durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses entstanden ist, zu reagieren gedenkt: mit «intelligenten Preisanpassungen».

Konkret heisst das: Die Lieferanten sollen die Euro-Rabatte an PKZ weitergeben, das Modehaus selbst kann sie aber nicht vollumfänglich dem Endkunden weiterreichen. «Die absolute Margensicherung hat Priorität», heisst es.

Aufschlag von 150 Franken

Konkret bedeutet das: Kostete ein Teil im Einkauf 100 Franken, wird es bis dato für 250 Franken verkauft. Der Aufschlag beträgt also 150 Franken oder 150 Prozent. Wenn dasselbe Stück im Einkauf wegen des günstigeren Euros nur noch 80 Franken kostet, würde sich der Verkaufspreis mit 1:1-Rabatt noch auf 200 Franken belaufen. Die Marge betrüge dann immer noch 150 Prozent, absolut aber nur noch 120 Franken. Das will PKZ verhindern, indem man auf den ­reduzierten Einkaufspreis weiter 150 Franken draufschlägt.

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